29. Juni 2017

War for Digital Talents in Deutschland

Lieber Consulting statt Logistik und Tourismus

Digitale Talente sind rar gesät. Das Ergebnis des trendence Graduate Barometers 2017 zeigt, dass nur ein Viertel der Wirtschaftsstudierenden und ein Drittel der Ingenieure zu den Digitals zählen, den jungen Talenten mit besonders ausgeprägten digitalen Kompetenzen. Zudem haben die Digitals spezielle Vorlieben für ihren Berufseinstieg: Consulting und die Automobilindustrie sind die beliebtesten Branchen der Digitals der Wirtschaftswissenschaften, dicht gefolgt von der IT-Dienstleistungsbranche. Hier sind sogar 43 Prozent aller Bewerber der Branche Digitals, obwohl nur 28 Prozent aller Wirtschafswissenschaftler überhaupt zu den Digitals zählen. Die Logistik- und Tourismusbranche hat es hingegen sehr schwer, die digitalen Talente zu überzeugen. Nur jeder fünfte Bewerber der Branche ist ein Digital. Den höchsten Anteil an digitalen Talenten unter den Bewerbern mit Ingenieurstudium, hat die Luftfahrtindustrie mit einer Quote von 40 Prozent. Zum Vergleich: Nur 36 Prozent der angehenden Ingenieure sind Digitals. Besonders die Bauchbranche und Chemie- und Pharmaindustrie schneiden bei den Digitals schlecht ab.

Die wenigen Digitals, die es gibt, stehen den Arbeitgebern nur eingeschränkt als Arbeitskräfte zur Verfügung. Digitals wollen doppelt so häufig ein Start-up gründen wie ihre Kommilitonen. Über ein Viertel der Digitals geht den Unternehmen so als potenzielle Mitarbeiter verloren. Alle anderen sind hart umkämpft. Denn digitale Talente werden mittlerweile in allen Abteilungen benötigt. Die aktuellen Hochschulabsolventen gehören zwar zu den Digital Natives, aber das allein verrät nichts über ihre digitalen Kompetenzen. Doch genau diese Kompetenzen sind es, die Unternehmen in Zukunft brauchen werden, vom strategischen Management über die Entwicklung bis hin zum Marketing.

Mehr Informationen zu den Digitals mit Ergebnissen aus der Studie trendence Graduate Barometer 2017 finden Sie hier.