Best Case McDonald‘s: Die „One-Minute-Bewerbung“.

Best Case McDonald‘s: Die „One-Minute-Bewerbung“.

Gastartikel von Kerstin Weß.

Das müssen Sie wissen.

  • Man kann alles weglassen, was für einen ersten Kontakt nicht benötigt wird.
  • Die Nutzungsgewohnheiten der Bewerber sind mobil – Recruiting muss darauf abgestimmt sein.
  • Die Abbruchquote lässt sich durch schlanke Bewerbungsprozesse deutlich reduzieren.

Zu viele Fragen, zu wenig Flexibilität.

Eine Bewerbung bei McDonald’s glich vor der Umstellung des Bewerbungsprozesses einem Marathon – die Kandidaten mussten sich durch 39 Fragen klicken. Optimierung für Mobilgeräte? Fehlanzeige!

Die Abbruchquote im Bewerbungsprozess war hoch und die Bewerberzahlen rückläufig. Allein zwischen 2012 und 2015 verzeichneten wir ein Bewerber-Minus in Höhe von rund 28 Prozent. Es wurde also höchste Zeit, dem Abwärtstrend eine starke Maßnahme entgegenzusetzen.

Wir schauten uns verschiedene Studien an und stellten fest:

  • 95 Prozent der Interessenten Bewerbungsprozesse brechen eine Bewerbungen ab, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind oder mehr als zwei Schritte beinhalten. * Vier von fünf Bewerbern erzählen Freunden und Bekannten von ihren (möglicherweise auch negativen oder frustrierenden) Bewerbungserfahrungen.
  • Für gut zwei Drittel der Bewerber ist in erster Linie entscheidend, an welchem Ort eine Stelle ausgeschrieben ist.
  • Aktuell rufen zwei von fünf Bewerbern die Karriere-Website über ein mobiles Endgerät auf.
  • Fast ein Viertel der Bewerber, die vom Bewerbungsprozess nicht restlos überzeugt sind, bewerten das Unternehmen negativ.

Ein schlanker Bewerbungsprozess, den jeder überall erledigen kann.

Aus diesen Erkenntnissen heraus entstand das Projekt „One-Minute-Bewerbung“. Der Name sollte in diesem Fall Programm werden – ein Bewerbungsprozess so einfach und schnell, dass Bewerber ihn innerhalb ca. einer Minute abschließen können.

Außerdem sollte der neue Bewerbungsprozess deutlich bedarfsgerechter auf die einzelnen Zielgruppen – vom Azubi bis zum Mitarbeiter im Management – angepasst werden.

Im Nachhinein hat sich bewahrheitet, was wir vermutet hatten: Ein kürzerer und einfacherer Bewerbungsprozess führt maßgeblich zu einer besseren Candidate Experience.

Die Highlights des neuen Prozesses sind v.a.

  • Die Optimierung auf die Nutzung mobiler Geräte
  • Der Verzicht auf das aufwändige Hochladen von Lebensläufen und Anschreiben.

Damit passen wir uns den Bedürfnissen der Zielgruppen an und verschlanken den Bewerbungsprozess massiv. Eine Bewerbung bei McDonald’s kann man jetzt auch in der U-Bahn oder von unterwegs abschicken.

Wir empfinden diesen Prozess als eine authentische Verbindung unseres Marken- und Arbeitgeberimages. Dass das in der Zielgruppe gut ankommt, merken wir an den stetig steigenden Bewerberzahlen.

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Abbruchquote runter, Bewerberzahlen rauf

Unter dem Strich haben wir die Abbruchquote innerhalb des Bewerbungsprozesses deutlich reduziert.

Inzwischen bewirbt sich die Mehrzahl der Kandidaten mobil über Smartphone oder Tablet bei uns. Und auch in den Bewerbungsgesprächen bekommen wir immer wieder das Feedback, dass der unkomplizierte Prozess und die schnelle Rückmeldung durch unsere Recruiter gut ankommen.

Dass zahlreiche Unternehmen nachgezogen haben und mit ähnlichen Konzepten an den Markt gehen, ist für uns ein Ritterschlag: Denn gute Ideen setzen sich eben durch!

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Kerstin Weß vereint enthusiastisches Personalmanagement mit einem starken akademischen Hintergrund und einschlägigen operativen Erfahrungen. Als studierte Sozialarbeiterin mit einem Master in Human Resources Management hat sie in ihrer bisherigen Karriere u.a. Positionen bei der Linde Group und Amazon Deutschland innegehabt und hat bei ihrem aktuellen Arbeitgeber, McDonald’s Deutschland, verschiedene Positionen im Bereich Recruiting und Employer Branding durchlaufen.

Aktuell verantwortet sie als Team Manager Employer Reputation & Engagement unter anderem Arbeitgeberkampagnen, die Schaffung einer Employer Value Proposition und die Stärkung und Verbesserung der Wahrnehmung der Arbeitgebermarke.

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