Drei-Jahres-Prognose: Maschinenbau löst Automobilbranche als Wunscharbeitgeber ab

Trendence Young Professionals Barometer 2018 mit Rankings der Top-Arbeitgeber veröffentlicht + 18.000 Akademiker aus 14 Branchen befragt

Berlin, 28. September 2018. Die Automobilindustrie bleibt trotz der anhaltenden Diesel-Krise attraktivste Branche für Young Professionals bei der Jobwahl und stellt mit BMW den beliebtesten Arbeitgeber. Aber es kündigt sich eine Neuordnung des Bewerbermarkts an: Die Automobilindustrie verliert als einzige von 14 untersuchten Branchen an Attraktivität; der Maschinenbau holt auf. Gleichzeitig verschärft die sinkende Wechselbereitschaft der Young Professionals die Engpässe auf dem Bewerbermarkt. Unternehmen mit Führungskräften, die ihre Teams motivieren, haben die besten Chancen, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Zu diesem Ergebnis kommt das Trendence Young Professionals Barometer, eine Bewerbermarktstudie unter 18.000 Young Professionals in Deutschland. Als Young Professional gilt, wer einen akademischen Abschluss und bis zu zehn Jahre Berufserfahrung hat. Erste Resultate der Studie sind heute in der Bilanz erschienen.

Bewerbermarkt ordnet sich neu

Jeder achte Young Professional in Deutschland schließt derzeit eine Bewerbung in der Automobilindustrie aus. Das sind 27 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der Maschinenbau, aktuell auf Platz 2 der attraktivsten Branchen, gewinnt hingegen weiter in der Gunst der Young Professionals. „Wenn sich die Attraktivitätswerte von Automobilindustrie und Maschinenbau in den kommenden Jahren analog zu diesem Jahr entwickeln, löst der Maschinenbau die Automobilindustrie in drei Jahren als attraktivste Arbeitgeberbranche der Young Professionals ab“, prognostiziert Trendence-Geschäftsführer Holger Koch.

Automobilunternehmen bleiben vorerst beliebteste Arbeitgeber

Bis dahin dominieren Unternehmen der Automobilindustrie das Arbeitgeberranking: Die BMW Group ist der Wunscharbeitgeber der Young Professionals. AUDI verliert seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr aufgrund der anhaltenden Diskussionen um die Diesel-Affäre an die Bosch Gruppe. Auf den Rängen 4 und 5 folgen Porsche und Daimler/Mercedes-Benz. Erst Platz 6 ist mit einem Arbeitgeber aus einer anderen Branche besetzt: Google.

Gewinner und Verlierer im Arbeitgeberranking

Neben AUDI gehört Siemens zu den Verlierern des Jahres in der Gunst der Young Professionals. Nachrichten von Konzernumbau und Stellenabbau zeigen Wirkung und lassen die Professionals vor einer Bewerbung zurückschrecken. Vom Aufschwung des Maschinenbaus kann das Unternehmen nicht profitieren. Siemens muss Google vorbeiziehen lassen und liegt nun auf Platz 7 des Rankings der beliebtesten Arbeitgeber. Ein anderer Maschinenbauer gehört hingegen zu den Gewinnern des Jahres: Airbus. Über 6 Prozent aller Young Professionals wollen sich beim Maschinenbauer bewerben. Das bedeutet einen Aufstieg auf Rang 11 im Arbeitgeberranking. Young Professionals erhoffen sich von einem Job bei Airbus vor allem Prestige und Arbeiten an attraktiven Produkten im internationalen Umfeld.

Schlechte Zeiten für expandierende Branchen: Zahl der wechselbereiten Professionals sinkt

83 Prozent der Young Professionals sind zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Seit zwei Jahren nimmt die Zufriedenheit im Job zu. Besonders glücklich sind Mitarbeiter der Branchen Telekommunikation und IT sowie Elektrotechnik und Elektronik. Gleichzeitig nimmt der Wunsch nach einem neuen Job zum zweiten Mal in Folge ab. 17 Prozent der Young Professionals sind aktuell aktiv auf der Suche nach einem neuen Job. 2016 lag die Quote noch bei 22 Prozent. „Das ist einerseits ein gutes Zeichen für Arbeitgeber, weil sich ihre Mitarbeiter stärker ans eigene Unternehmen gebunden fühlen. Andererseits ist es ein schlechtes Zeichen für die Unternehmen, die expandieren wollen und neue Mitarbeiter suchen. Denn der Markt ist leergefegt und der Konkurrenzkampf hoch“, erläutert Holger Koch die Situation.

Der perfekte Chef ist Motivationscoach, Expertise ist nebensächlich

Einen entscheidenden Vorteil verschaffen sich die Arbeitgeber, die einen guten Führungsstil pflegen. Schlechte Führung ist der Grund Nummer eins für Unzufriedenheit im Job. Deshalb achten 96 Prozent der Young Professionals bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers auf einen guten Führungsstil im Unternehmen. Die für die Mehrheit der Young Professionals wichtigste Eigenschaft von Chefinnen und Chefs: Sie müssen ihre Mitarbeiter motivieren können. Ein gutes Drittel findet außerdem Organisationstalent und Empathie bei Führungskräften wichtig. Expertise hingegen ist nebensächlich. Sie liegt auf Rang acht der Wunschliste an Chefs und ist nur für jeden Sechsten relevant.

Über die Studie

Das Trendence Young Professionals Barometer ist eine repräsentative Studie unter 18.000 Young Professionals mit bis zu zehn Jahren Berufserfahrung. Befragt werden Akademiker in Deutschland zu ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen. Die Daten wertet Trendence nach Branchen aus. Die Rankings der beliebtesten Arbeitgeber zeigen ein Stimmungsbild der Young Professionals und ihre Präferenzen bei der Arbeitgeberwahl. Sie sind ein Indikator dafür, welche Arbeitgeber und Branchen mit zunehmendem Fachkräftemangel zu kämpfen haben und welche Branchen aus einem vollen Pool an Bewerbern schöpfen und die für sie passenden Talente herausfiltern können. Erste Ergebnisse der Studie sind im Wirtschaftsmagazin Bilanz erschienen.

Wir stellen Journalisten gerne weitere Auswertungen nach Branchen aus dem Trendence Young Professionals Barometer zur Verfügung:

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