Schüler_innen & Social Media

Inhalt.
  1. Intro von Robindro Ullah.
  2. 4 Top-Ergebnisse.
  3. These 1: Facebook ist immer noch am beliebtesten.
  4. These 2: Viele soziale Netzwerke haben junge Nutzer_innen verloren.
  5. These 3: Soziale Netzwerke werden nur wenig für die Karriereplanung genutzt.
  6. These 4: Es gibt keinen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen bei der Social-Media-Nutzung.
  7. Glossar der Netzwerke (alphabetisch).
  8. Profil der Befragten.
  9. Die Studie.

Hallo.

Ist Facebook wirklich out bei Schüler_innen? Wie viele nutzen Instagram und Snapchat? Und wie erfolgreich ist das neue soziale Netzwerk TikTok?

Die Daten aus dem Trend-Report zeigen zum Teil überraschende Ergebnisse. Besonders markant ist, dass Instagram und YouTube 2019 mit Abstand am beliebtesten sind. Facebook dagegen ist bei vielen Schüler_innen in der Beliebtheit gesunken, nicht zuletzt wahrscheinlich, weil viele Eltern das Netzwerk für sich entdeckt haben.

Weitere interessante Unterschiede gibt es mit Blick auf die unterschiedliche Nutzung sozialer Netzwerke bei Jungen und Mädchen. Instagram, Pinterest, Snapchat und TikTok werden sehr viel häufiger von Mädchen genutzt, Telegram und Twitter häufiger von Jungen.

Auch für Unternehmen gibt es wichtige Fakten zur Nutzung von Onlinemedien zu entdecken. Entgegen der Nutzungsgewohnheiten von sozialen Netzwerken und Messengern gibt es zum Teil große Unterschiede bei der Bereitschaft, über Onlinemedien mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Instagram ist hier der Spitzenreiter, bei YouTube fällt die Bereitschaft sehr viel geringer aus. Für das Azubi-Recruiting kann das bedeuten, dass Personaler_innen ihren Kanalmix und die Ansprache bei Schüler_innen anpassen müssen.

Robrindo Ullah
HR-Strategist der Absolventa GmbH & Geschäftsführer der Trendence Institut GmbH


Die 4 Top-Ergebnisse.

Instagram, YouTube und Facebook bestimmen die ersten drei Ränge der am meisten genutzten sozialen Netzwerke.

Instagram kommt mit 90,4 Prozent der Schüler_innen, die das soziale Netzwerk regelmäßig nutzen, auf den ersten Platz. Direkt dahinter folgt die Videoplattform YouTube mit 87,6 Prozent. Facebook schafft es mit 30,3 Prozent nur auf den dritten Platz.

Mit Abstand immer noch am erfolgreichsten bei Schüler_innen ist der Messenger-Dienst WhatsApp.

Für 64 Prozent der Schüler_innen hat sich aber auch Snapchat als relevante Größe etabliert.

TikTok ist mit 14,3 Prozent 2019 überraschend erfolgreich bei Schüler_innen geworden.

Twitter zum Beispiel kommt bei der jungen Zielgruppe nur auf 13,5 Prozent. TikTok nutzen mit 21,9 Prozent sehr viel häufiger Mädchen – bei den Jungen sind es nur 7,7 Prozent.

Schüler_innen würden über Instagram mit 30,4 Prozent am ehesten mit Arbeitgebern in Kontakt treten.

Bei Facebook ist der Anteil bei der jungen Zielgruppe mit 14,4 Prozent sehr viel geringer. YouTube und Twitter würden nur vier und 6,6 Prozent der Schüler_innen für die Karriereplanung nutzen.


These 1: Facebook ist immer noch am beliebtesten.

Bei der regelmäßigen Nutzung von Onlinemedien hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Das liegt an der schnelllebigen Onlinewelt, die immer wieder neue Social Media, Messenger und Apps hervorbringt.

Dem großen Platzhirsch Facebook allerdings haben entgegen der These viele Schüler_innen den Rücken gekehrt. Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass sich immer mehr Eltern dort tummeln. Viele recherchieren Berufs- und Karrierethemen für ihre Kinder und vertaggen diese bei karriererelevanten Themen und Stellenangeboten für Ausbildungsplätze und Job-Tipps. Aber welche Onlinemedien nutzen Schüler_innen stattdessen?

Welche der folgenden Onlinemedien nutzen Schüler_innen regelmäßig?

(in Prozent)

Soziale Netzwerke Gesamt
WhatsApp 95,3%
Instagram 90,4%
YouTube 87,6%
Snapchat 64,0%
Facebook 30,3%
Pinterest 17,6%
TikTok 14,3%
Facebook Messenger 14,2%
Twitter 13,5%
Skype 7,1%
Telegram 5,7%
Tumblr 4,9%
Jodel 3,1%
We Heart It 2,0%
Sofatutor 1,4%
Line 1,1%
Poltergeist 0,5%
Ich nutze keine dieser Medien. 0,2%

WhatsApp, Instagram und YouTube liegen hier klar auf den ersten Plätzen. Sie werden am häufigsten von der jungen Zielgruppe im Alltag genutzt.

In der Liste der Onlinemedien muss man hier aber etwas differenzieren: So finden wir hier soziale Netzwerke und Instant Messenger, die sich in grundlegenden Funktionen unterscheiden. Während Instant Messenger die private Kommunikation von Person zu Person und innerhalb von frei wählbaren Gruppen ermöglichen, sind sogenannte News-Feeds, Posts, Kommentarfunktionen und Likes typisch für soziale Netzwerke. Von den insgesamt 17 Onlinemedien nutzen nur 0,2 Prozent der Befragten keine der genannten Medien.

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Welche sozialen Netzwerke werden regelmäßig genutzt?

Soziale Netzwerke Gesamt
Instagram 90,4%
YouTube 87,6%
Facebook 30,3%
Pinterest 17,6%
TikTok 14,3%
Twitter 13,5%
Tumblr 4,9%
Jodel 3,1%
We Heart It 2,0%
Sofatutor 1,4%

Wenn wir nur Social Media betrachten, steht Instagram mit 90,4 Prozent auf dem ersten Platz. Direkt dahinter kommt mit 87,6 Prozent die Videoplattform YouTube. Facebook liegt mit 30,3 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz. Instagram und YouTube haben sich mit großem Abstand vor Facebook gedrängt. Dahinter folgen Netzwerke wie Pinterest, TikTok und Twitter.

Im Unterschied zu sozialen Netzwerken, ermöglichen Instant Messenger wie gesagt die Kommunikation von Person zu Person oder in Gruppen, wo Text-, Audio- und Videonachrichten sowie Emojis, Sticker und GIFs verschickt werden. Mit Abstand immer noch am erfolgreichsten bei Schüler_innen ist hier der seit 2014 zu Facebook gehörende Messenger-Dienst WhatsApp.

Welche Instant Messenger werden regelmäßig genutzt?

Messenger Prozent
WhatsApp 95,3%
Snapchat 64,0%
Facebook Messenger 14,2%
Skype 7,1%
Telegram 5,7%
Line 1,1%
Poltergeist 0,5%

Für 64 Prozent der Schüler_innen hat sich aber auch Snapchat als relevante Größe etabliert. Der große Unterschied zu anderen Messengern ist, dass Snapchat hauptsächlich über kurze Videos funktioniert, die sich nach einmaligem Ansehen selbst löschen. Die Vergänglichkeit der Inhalte übt ihren Reiz aus. So wurde das Konzept auch auf die sogenannten Stories ausgeweitet, die man mittlerweile in vielen sozialen Netzwerken nutzen kann.

Insbesondere Facebook hat die Funktion auf seine Apps übertragen – sie sind bei Facebook, WhatsApp und Instagram verfügbar und verschwinden nach 24 Stunden. Der Effekt? Die Interaktion mit dem Format wird erhöht, auch wenn die Nutzung von Netzwerk zu Netzwerk unterschiedlich ist. Bei Facebook z. B. wurde das Format lange nicht so bereitwillig angenommen wie bei Instagram.

These 2: Viele soziale Netzwerke haben junge Nutzer_innen verloren.

Soziale Netzwerke kommen und gehen und auch in den etablierten Apps ändern sich regelmäßig Funktionen. Mit immer besseren technischen Möglichkeiten bei Smartphones hat sich in den letzten Jahren auch die Welt der Social Media geändert. Manche Netzwerke funktionieren fast vollkommen über Bilder, andere nur über Videos. Wieder andere versuchen, alles in einer App zu vereinen.

Insbesondere bei der jungen Zielgruppe kommen Videoinhalte sehr gut an. Aber wie hat sich die Nutzung konkret verändert? Welche der sozialen Netzwerke haben zugelegt? Welche sind bei Schüler_innen unbeliebter geworden?

Wie hat sich regelmäßge Nutzung von Social Media von 2018 zu 2019 verändert?

Soziale Netzwerke 2018 2019
Instagram 83,2% 90,4%
YouTube 87,0% 87,6%
Facebook 48,1% 30,3%
Pinterest 15,3% 17,6%
TikTok* 0 % 14,3%
Twitter 13,2% 13,5%
Tumblr 6,9% 4,9%
Jodel* 0 % 3,1%
We Heart It 2,4% 2,0%
Sofatutor* 0 % 1,4%

*TikTok, Jodel und Sofatutor wurden 2018 nicht abgefragt.

Instagram hat von 2018 zu 2019 7,2 Prozentpunkte dazugewonnen. YouTube hat sich auf dem gleichen Niveau gehalten. Die größten Verluste mit 17,8 Prozentpunkten Verlust bei der jungen Zielgruppe musste Facebook hinnehmen. TikTok ist 2019 mit 14,3 Prozent neu eingestiegen und hat damit einen überraschenden Erfolg bei den Schüler_innen gefeiert.

Wie hat sich regelmäßge Nutzung von Instant Messengern von 2018 zu 2019 verändert?

Messenger 2018 2019
WhatsApp 95,6% 95,3%
Snapchat 69,8% 64,0%
Facebook Messenger 19,3% 14,2%
Skype 11,7% 7,1%
Telegram* 0 % 5,7%
Line* 0 % 1,1%
Poltergeist* 0 % 0,5%

*Telegram, Line und Poltergeist wurden 2018 nicht abgefragt.

Bei den Instant Messengern haben alle Apps, die 2018 noch sehr erfolgreich waren, 2019 Nutzer_innen der jungen Zielgruppe an Neueinsteiger wie Telegram, Line und Poltergeist verloren. Nur WhatsApp konnte sich auf Platz eins behaupten und ist in seiner Beliebtheit ungeschlagen.

Snapchat und der Facebook Messenger mussten mit 5,8 und 5,1 Prozentpunkten starke Verluste hinnehmen. Ein weiterer Akteur, der für das veränderte Nutzer_innenverhalten verantwortlich ist, könnte der bei Instagram integrierte Messenger sein.

These 3: Soziale Netzwerke werden nur wenig für die Karriereplanung genutzt.

Mit der jungen Zielgruppe in Kontakt zu treten, fällt vielen Unternehmen schwer. Auf welchem Kanal ist eine Ansprache überhaupt möglich? Wo ist sie vollkommen unpassend?

Social Media regelmäßig zu nutzen, bedeutet im Umkehrschluss nicht, sie auch für berufliche Themen und die Karriereplanung einzusetzen. Das liegt zum einen an der Art und Weise, wie soziale Netzwerke genutzt werden (Texte, Emojis, Videos) und zum anderen an den Bedürfnissen, die diese Apps erfüllen. Damit ist gemeint, dass bestimmte Kanäle z. B. hauptsächlich Unterhaltungscharakter haben, während andere wiederum auch auf Informationsbedürfnisse eingehen.

Welche sozialen Netzwerke werden genutzt, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten?

Soziale Netzwerke regelmäßige Nutzung allgemein auch für Karriereplanung genutzt
Instagram 90,4% 30,4%
YouTube 87,6% 6,6%
Facebook 30,3% 14,4%
Pinterest 17,6% 0,7%
TikTok 14,3% 1,1%
Twitter 13,5% 4,0%
Tumblr 4,9% 0,1%
Jodel 3,1% 0,2%
We Heart It 2,0% 0,1%
Sofatutor 1,4% 0,1%

Instagram ist der Kanal, auf dem Schüler_innen den Kontakt zu Arbeitgebern mit einem Anteil von 30,4 Prozent am akzeptabelsten finden. Bei Facebook sind es gerade einmal 14,4 Prozent. Über Twitter und YouTube würden immer noch zwischen vier und 6,6 Prozent der Schüler_innen mit Arbeitgebern in Kontakt treten. Bei allen anderen Netzwerken fallen die Zahlen noch geringer aus.

Neben den sozialen Netzwerken lohnt sich aber auch ein Blick auf die Instant Messenger. WhatsApp hat mit 77,5 Prozent mit Abstand die höchste Akzeptanz bei Schüler_innen, wenn es um die Kontaktaufnahme mit Arbeitgebern geht. Alle weiteren Messenger liegen weit abgeschlagen bei unter sieben Prozent.

Welche Messenger werden genutzt, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten?

(in Prozent)

Messenger regelmäßige Nutzung allgemein auch für Karriereplanung genutzt
WhatsApp 95,3% 77,5%
Snapchat 64,0% 3,1%
Facebook Messenger 14,2% 6,2%
Skype 7,1% 2,8%
Telegram 5,7% 1,8%
Line 1,1% 0,4%
Poltergeist 0,5% 0,2%

These 4: Mädchen und Jungen unterscheiden sich nicht wirklich in ihrer Social-Media-Nutzung.

Auch hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Daten, denn: Das Nutzungsverhalten in sozialen Netzwerken unterscheidet sich bei Mädchen und Jungen zum Teil sehr stark. Während der Unterschied bei Instagram und Facebook vergleichsweise gering ist, fällt er bei Pinterest und TikTok stärker zugunsten der Mädchen aus. Bei Twitter gibt es den größten Unterschied in Richtung der Jungen.

Wie unterscheidet sich das Nutzungsverhalten von sozialen Netzwerken bei Mädchen und Jungen?

Soziale Netzwerke Mädchen Jungen
Instagram 94,9% 86,5%
YouTube 85,6% 89,5%
Facebook 30,7% 29,9%
Pinterest 30,5% 6,3%
TikTok 21,9% 7,7%
Twitter 8,1% 18,3%
Tumblr 6,3% 3,7%
Jodel 3,1% 3,2%
We Heart It 3,1% 0,9%
Sofatutor 1,1% 1,7%

Bei der Karriereplanung gibt es sehr viel weniger Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei Instagram und Facebook halten sich Jungen und Mädchen fast die Waage. YouTube und Twitter dagegen würden sehr viel mehr Jungen nutzen, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten.

Wie viele Mädchen und Jungen würden Social Media nutzen, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten?

Soziale Netzwerke für die Karriereplanung Mädchen Jungen
Instagram 31,5% 29,4%
Facebook 14,6% 14,2%
YouTube 2,9% 9,8%
Twitter 1,9% 5,8%
TikTok 0,6% 1,6%
Pinterest 0,5% 0,8%
Jodel 0,1% 0,2%
Sofatutor 0,0% 0,1%
Tumblr 0,2% 0,1%
We Heart It 0,1% 0,1%

Unter den Instant Messengern sticht Snapchat bei der regelmäßigen Nutzung von Social Media besonders hervor. Hier liegt der Anteil der Mädchen 20 Prozentpunkte höher als bei den Jungen. Telegram, der Dienst, dessen verschlüsselte Nachrichten lange als besonderes Merkmal galten, wird häufiger von Jungen benutzt. Bei den anderen Messengern fallen die Unterschiede sehr viel geringer aus.

Wie unterscheidet sich das Nutzungsverhalten von Messengern bei Mädchen und Jungen?

Messenger Mädchen Jungen
WhatsApp 97,0% 93,8%
Snapchat 74,6% 54,6%
Facebook Messenger 13,7% 14,6%
Skype 6,1% 8,0%
Telegram 3,4% 7,7%
Line 0,7% 1,4%
Poltergeist 0,0% 0,9%

Auch bei der Karriereplanung sind sich Jungen und Mädchen einig, was die Kontaktaufnahme mit Unternehmen per Messenger angeht. Hier sind nur vergleichsweise geringe Unterschiede zu erkennen.

Wie viele Mädchen und Jungen würden Messenger nutzen, um mit Arbeitgebern in Kontakt zu treten?

Messenger für die Karriereplanung Mädchen Jungen
WhatsApp 79,9% 75,4%
Facebook Messenger 6,1% 6,3%
Snapchat 2,9% 3,3%
Skype 2,2% 3,3%
Telegram 1,2% 2,4%
Line 0,0% 0,7%
Poltergeist 0,0% 0,3%

Glossar der Netzwerke (alphabetisch).

Hier folgt ein kleines Glossar, das die einzelnen Social-Media-Plattformen und Messenger kurz erklärt.

Facebook
Seit 2004 gibt es das werbefinanzierte soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg, das immer wieder in die Kritik gerät. Nutzer_innen und Unternehmen können sich hier eine eigene Profilseite anlegen und im Newsfeed sehen, was in ihrem Netzwerk Neues passiert.

Facebook Messenger
Ursprünglich als Chat-Funktion 2008 innerhalb von Facebook eingeführt, wurde der Facebook Messenger 2011 als eigenständige App veröffentlicht.

Instagram
Seit 2010 gibt es den werbefinanzierten Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos. Das Besondere: Bilder können mit Filtern versehen werden. Auch hier gibt es einen Newsfeed und ein eigenes Profil. Bilder können wie bei Twitter mit Hashtags versehen und so thematisch gefiltert werden. Zusätzlich gibt es einen integrierten Instant Messenger.

Jodel
Mit dieser App kann man seit 2014 anonym Text-, Foto- oder Videobeiträge veröffentlichen. Das Besondere: der regional funktionierende Dienst zeigt einem nur Beiträge von Nutzer_innen an, die sich in einem Radius von zehn Kilometern befinden. Beiträge können kommentiert und positiv oder negativ bewertet werden.

Line
Wie der Facebook Messenger und WhatsApp ist auch Line ein Instant-Messaging-Service. Zusätzlich können mit dem Messenger aus Japan kostenlose VoIP-Anrufe getätigt werden und es besitzt zusätzliche, rudimentäre Funktionen eines sozialen Netzwerks. Die App ist seit 2011 auf dem Markt.

Pinterest
Pinterest funktioniert wie eine Pinnwand, auf der sich Nutzer_innen interessante Fotos und Grafiken zusammenstellen können. Man kann anderen Accounts folgen und Beiträge auch außerhalb des sozialen Netzwerks verschicken. Die App gibt es seit 2010.

Poltergeist
Diese App funktioniert wie ein Chat-Forum mit einem News-Stream und der Möglichkeit, User einzeln anzuschreiben. Das Besondere: Es gibt eine Verschlüsselung via Emojis. Die Nachrichten werden erst lesbar, wenn man sie anklickt. Mit speziellem Blick auf die Zielgruppe zwischen 13 und 18 Jahren ist das sehr clever, denn so lassen sich Nachrichten nicht auf dem Sperrbildschirm lesen und über die Emojis kann man die junge Zielgruppe gut erreichen.

Skype
Der Instant-Messaging-Service wurde 2003 gegründet und gehört seit 2011 zu Microsoft. Neben Textnachrichten ermöglicht er auch Videokonferenzen, IP-Telefonie und Screen-Sharing.

Snapchat
Snapchat wurde 2011 entwickelt und hat aufgrund der Nutzung kurzer Videos besonders bei der jungen Zielgruppe große Beliebtheit erlangt. Das Besondere an den Videonachrichten: Man kann diverse Filter über sein Gesicht legen (z. B. Hundefilter) und die Videos zerstören sich nach Ansehen von selbst.

Sofatutor
Sofatutor ist eine kostenpflichtige Onlineplattform für Lernvideos, mit denen sich Schüler_innen Lerninhalte zu verschiedenen Themen ansehen können.

Telegram
Wie WhatsApp ist auch Telegram ein Instant-Messaging-Service. Die App erlaubt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Nachrichten, die nur auf dem jeweiligen Endgerät unverschlüsselt gelesen werden können.

TikTok
Mit TikTok dreht man kurze Videos, in denen Nutzer_innen z. B. lippensynchron Musikclips aufnehmen können. Zusätzlich bietet die App Funktionen eines sozialen Netzwerks an. Erschienen ist das chinesische Videoportal 2016. Nachdem der chinesische Medienunternehmer Beijing Bytedance Technology die App musical.ly 2018 gekauft hat, wurde sie mit TikTok zusammengeführt.

Tumblr
Die Blogging-Plattform ermöglicht Nutzer_innen, alle möglichen Medien als Blog zu veröffentlichen. Tumblr wurde 2007 gegründet und 2013 von Yahoo gekauft. Die Plattform wird größtenteils von Personen im Alter von 13 bis 22 Jahren genutzt.

Twitter
Der Dienst ermöglicht ein sogenanntes Microblogging. So können Kurznachrichten – sogenannte Tweets – mit einer Länge von 280 Zeichen, sowie Fotos und Videos, verbreitet werden. Eine weitere Besonderheit: Mit Hilfe von Hashtags kann mann Nachrichten mit Stichworten taggen. Andere Dienste wie Instagram haben diese Methode übernommen.

We Heart It
Wie Instagram ist auch We Heart It ein bilderbasiertes soziales Netzwerk. Bilder können wie bei Pinterest in Sammlungen organisiert und mit Freund_innen geteilt werden.

WhatsApp
WhatsApp wurde 2009 gegründet und 2014 von Facebook gekauft. Wie andere Instant-Messaging-Dienste erlaubt er das Senden und Empfangen von Textnachrichten sowie Bild-, Video- und Tondateien zwischen zwei Personen oder auch zwischen Gruppen.

YouTube
Das 2005 gegründete Videoportal wurde 2006 von Google gekauft. Nutzer_innen können kostenlos Videos ansehen, bewerten sowie kommentieren und selbst Videos hochladen. So kann man Channels anlegen, um eigene Videos leichter auffindbar zu machen. Channels können außerdem abonniert werden.

Profil der Befragten.

Anzahl Teilnehmende.

Knapp 19.502 Schüler_innen haben an der Befragung teilgenommen.

Geschlechterverteilung.

Dabei gab es mit 50,2 Prozent knapp mehr männliche als weibliche Teilnehmende.

Alter.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden ist 16,7 Jahre.

In welcher Klasse bist du?

(in Prozent)

Jahrgangsstufe Anzahl in Prozent
7. Klasse 3,0 %
8. Klasse 8,9 %
9. Klasse 28,9 %
10. Klasse 30,8 %
11. Klasse 15,4 %
12. Klasse 11,5 %
13. Klasse 1,4 %

Wohnort.

Die meisten Befragten kommen mit 25,2 Prozent aus Nordrhein-Westfalen. Mit etwas Abstand folgen Bayern und Baden-Württemberg. Auch Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz waren ebenfalls starke Bundesländer.

In welchem Bundesland wohnst du?

(in Prozent)

Bundesland Anzahl in Prozent
Nordrhein-Westfalen 25,2 %
Bayern 15,8 %
Baden-Württemberg 13,9 %
Niedersachsen 9,9 %
Hessen 7,5 %
Rheinland-Pfalz 5,3 %
Schleswig-Holstein 4,6 %
Sachsen 3,3 %
Berlin 3,3 %
Brandenburg 2,4 %
Thüringen 1,9 %
Sachsen-Anhalt 1,9 %
Hamburg 1,9 %
Meckl.-Vorpommern 1,4 %
Saarland 1,1 %
Bremen 0,8 %

Auf welchen Schulabschluss arbeitest du hin?

Aktuell angestrebter Abschluss Anzahl in Prozent
Abitur 35,6 %
Realschulabschluss, Mittlere Reife 43,2 %
Hauptschulabschluss 12,5 %
Fachhochschulreife 8,7 %

Durchführung der Studie.

Die Feldphase für die Studie lief von Februar bis Juni 2018. Bundesweit wurden knapp 19.500 Schüler_innen an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen der Klassen 7-13 befragt.

Die Schüler_innen wurden per Brief zur Befragung mit individuellem Passwort eingeladen und füllten damit einen Onlinefragebogen aus. Am 22.07.2018 wurde das Schülerbarometer veröffentlicht.

Zitierangaben

Quelle: Ullah, Robindro | „Schüler_innen & Social Media“ | auf: Website der Trendence Institut GmbH 26.07.2019 | URL: www.trendence.com/reports/arbeitsmarkt/social-media-schueler.

Über die Trendence Institut GmbH.

Die Trendence Institut GmbH ist ein unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen und steht seit 20 Jahren für data-driven Employer Branding. Trendence kennt die Karrierepläne und Wunscharbeitgeber von jungen Bewerber_innen und hilft Arbeitgebern dabei, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen. So unterstützt Trendence Arbeitgeber mit seinen Daten und Insights bei anstehenden strategischen und operativen Entscheidungen im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting.

Große Aufmerksamkeit erfahren die Barometerstudien und Arbeitgeber-Rankings: Jedes Jahr ermittelt Trendence in den Barometerstudien mit mehr als 90.000 Schüler_innen, Studierenden und Young Professionals die Rankings der 100 attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands. Die daraus resultierenden Siegel helfen Arbeitgebern dabei, mit ihrer Ranking-Position ins Blickfeld der Bewerber_innen zu rücken und geben Berufseinsteigenden Orientierung bei der Jobwahl. Daneben führen sie auch Auftragsstudien durch. Abhängig von der Zieldefinition wählen sie dann die entsprechende Studienmethode: von quantitativen Online-Befragungen über Fokusgruppen bis hin zu Tiefeninterviews.

Komplettiert wird das Angebot durch die Auszeichnungen für faire Arbeitgeber für Fachkräfte sowie karrierefördernde Trainee- und Ausbildungsprogramme. Die Zertifizierung beruht auf einem Audit, das die Programme hinsichtlich definierter Qualitätskriterien prüft. Diese werden zusammen mit Vertreter_innen aus der Wissenschaft entwickelt – zum Beispiel mit Prof. Dr. Ingo Weller vom Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München oder Prof. Dr. Anja Seng, Professorin für BWL mit Schwerpunkt Personalmanagement, an der Hochschule für Ökonomie & Management (FOM).

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