Flexwork in Deutschland.

Hallo.

Das EuGH hat es im Mai 2019 beschlossen: Unternehmen sollen künftig die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeitenden erfassen. Nahezu gleichzeitig forderte die SPD ein Recht auf Homeoffice. Die Politik nähert sich damit nun einem Thema, bei dem sich die Arbeitswelt uneins scheint: Was bedeutet flexibles Arbeiten für Unternehmen und Arbeitnehmende?

In dem Trend-Report „Flexwork in Deutschland“ haben wir 600 Young Professionals aus verschiedenen Branchen und mit verschiedenen Studienhintergründen deutschlandweit zum Thema flexibles Arbeiten befragt. Die Berufseinsteigenden sind durchschnittlich 31,2 Jahre alt und verfügen bereits über erste praktische Erfahrungen im Arbeitsleben. Sie erklären uns, was Flexwork überhaupt für sie bedeutet, bewerten ihre Erfahrungen mit verschiedenen Arbeitsmodellen und äußern ihre Forderungen an Unternehmen.

Außerdem bietet die Studie einen ehrlichen Einblick in die Arbeitsmoral der Young Professionals: Wie produktiv sind sie im Homeoffice wirklich? Arbeiten sie remote eher mehr oder weniger als die vereinbarte Stundenzahl? Welche Vorurteile sind mit Flexwork verbunden und stimmen sie oder nicht?

Dabei wird schnell deutlich: Sowohl für Arbeitnehmende als auch Unternehmen gibt es gute Argumente für flexible Lösungen wie zum Beispiel das Homeoffice. Die Arbeitnehmenden freuen sich über eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Die Unternehmen profitieren von der Arbeitsleistung ihrer Arbeitnehmenden, denn die gaben an, produktiver zu sein und bessere Arbeitsergebnisse zu erzielen.

Robindro Ullah
HR-Strategist der Absolventa GmbH & Geschäftsführer der Trendence Institut GmbH

Die 7 Top-Ergebnisse.

Auf einer Skala von 1 (unflexibel) bis 5 (flexibel) bewerten die Befragten die Flexibilität ihrer Arbeit mit 3,3.

Auf einer Skala von 1 (unflexibel) bis 5 (flexibel) ordnen die Befragten den Status Quo bei 3,3 ein – also als eher flexibel. Dabei bewerten die Absolvent_innen in Wirtschaftswissenschaften und Sozial-/Geisteswissenschaften ihre Arbeit mit einem Wert von 3,2 als weniger flexibel als die IT-Absolvent_innen mit 3,9. Arbeitnehmende empfinden ihre Arbeitgeber damit bereits eher als flexibel, wobei die Liste an Forderungen, um hier noch besser zu werden, nicht kurz ist.

94,2 Prozent: Durch flexibles Arbeiten lassen sich Berufs- und Privatleben besser vereinen.

Der Hauptvorteil von Flexwork liegt in der besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Ob es die Zeitersparnis beim Arbeitsweg betrifft, die Freiheit, den Lebensmittelpunkt selbst zu bestimmen oder auch Reisen zum Beispiel zu verlängern. Die Befragten sind sich einig, dass der Hauptvorteil darin besteht, die beiden Welten besser zu vereinen. Das stärkt vor allem die Entscheidungsfreiheit der Arbeitnehmenden und passt gut zu der Erkenntnis, dass eine Stundenerfassung bei Gleitzeit oder Lebensarbeitszeitkonten als favorisierte Modelle gehandelt werden.

58,2 Prozent: Vertrauensarbeitszeit führt zu mehr Überstunden.

(Nur 27,8 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Die Übrigen enthalten sich.) Die meisten der Befragten wollen nicht mehr als 39 Stunden die Woche arbeiten. Um keine Überstunden zu machen, ist es den meisten von ihnen wichtig, ihre Arbeitszeit zu erfassen: 57,9 Prozent fürchten nämlich, dass eine fehlende Arbeitszeiterfassung eher zu Mehrarbeit führe. Nur 29,4 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. Die übrigen enthalten sich. Eine Stundenerfassung hilft, trotz Abwesenheit aus dem Büro, die Arbeitszeit zu erfassen. Gerade in Berufen spannend, wo die Arbeitnehmenden viel reisen. Anfahrten zum Beispiel zu Kund_innenterminen oder schlicht lange Arbeitswege zu etwa ungünstigen Unternehmensstandorten werden oft nicht als Arbeitszeit berechnet, obwohl sich die Zeit zu den üblichen acht Stunden addiert und so schnell ein 10-Stunden-Arbeitstag entstehen kann. Oft versprechen Vertrauensarbeitszeiten, dass sich Pensum und Zeit flexibel gestalten lassen, doch die meisten Arbeitnehmenden fürchten hier eher eine Ausbeutung.

79 Prozent: Ja, mein Arbeitgeber bietet bereits die Möglichkeit zum Homeoffice.

Bei den befragten Young Professionals ist die Option für Homeoffice längst gegeben. Trotzdem nutzen das nur 39,8 Prozent von ihnen auch tatsächlich regelmäßig. Viele gaben an, sich im Homeoffice besser konzentrieren zu können, produktiver zu sein und bessere Ergebnisse zu erzielen. Erfreulich auch, dass die wenigsten fürchten, dass sich die Abwesenheit im Büro negativ auf den Teamzusammenhalt oder das Verhältnis zu den Vorgesetzten auswirke. Die meisten haben den Eindruck, dass ihnen auch im Homeoffice Vertrauen vom Unternehmen entgegengebracht wird.

36,7 Prozent: Mein Arbeitgeber bietet die Möglichkeit zu Remotework nicht an.

Obwohl Homeoffice so verbreitet ist, arbeiten die wenigsten bereits remote. Der Unterschied hier: Man arbeitet zum Beispiel aus dem Zug oder auch mal von einem ganz anderen Ort, wenn beispielsweise der Urlaub verlängert wird. Der Bedarf bei den Befragten ist groß. Sie sehen hier mehr Entscheidungsfreiheit auf Arbeitnehmendenseite und eine gute Möglichkeit, das Privatleben noch besser mit dem Berufsleben zu verbinden. Für die Unternehmen sollte hier kaum Handlungsbedarf bestehen, außer Möglichkeiten dafür zu schaffen, denn technisch sind nahezu identische Voraussetzungen wie beim Homeoffice erforderlich.

51,3 Prozent: Remote-Arbeiten wirkt sich nicht negativ auf das Team aus.

Erstaunlich hier: Um im Homeoffice zu arbeiten, nutzen die meisten VPN-Zugänge, E-Mail und Telefon. Moderne Cloud-Lösungen wie Google Drive, Dropbox oder Dropbbox Paper sind ebenso wenig verbreitet wie Kommunikationstools wie Slack. Gleichzeitig haben die Befragten nicht das Gefühl, dass sich die Abwesenheit vom Büro negativ auf ihr Team auswirke – weder in Sachen Arbeitsauslastung noch in Sachen Kommunikation, obwohl sie bei sehr klassischen Tools bleiben.

64,9 Prozent: Im Homeoffice arbeite ich produktiver.

Die meisten empfinden ihre Arbeit im Homeoffice als produktiver und glauben, bessere Arbeitsergebnisse zu erzielen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten sich dort besser konzentrieren können. Was die Arbeitszeit angeht, so arbeiten sie weder mehr noch weniger außerhalb des Büros. Die landläufige Meinung, im Homeoffice würden sich die Arbeitnehmenden eher vor der Arbeit drücken, wurde klar revidiert. Allerdings machen die meisten ebensowenig Überstunden oder haben Probleme einen Abschluss zu finden. Die Arbeitszeit und auch das -volumen sind ähnlich dem Büro.

These 1: Der Begriff „Flexibles Arbeiten“ ist nicht eindeutig definiert.

Was verstehen Young Professionals unter dem Begriff „Flexibles Arbeiten“?

Für die meisten Arbeitnehmenden bedeutet flexibles Arbeiten vor allem, auch von Zuhause aus dem Homeoffice oder von unterwegs zu arbeiten. 68,4 Prozent verbinden Homeoffice-Lösungen mit flexiblem Arbeiten. Auch Remote Work, oft auch Telearbeit genannt, also ortsunabhängiges Arbeiten, ist mit 45 Prozent für fast die Hälfte der Befragten ein Merkmal flexibler Arbeit. Für rund ein Drittel bedeutet Flexibilität im Arbeitsleben auch, dass es eine Vertrauensarbeitszeit mit einer Kernarbeitszeit gibt. Beispielsweise müssen zwischen 10 bis 16 Uhr alle erreichbar sein, ob sie aber um 7 Uhr oder um 10 Uhr beginnen, ist ihnen überlassen.

Unkonventionellere Modelle wie eine Wahlarbeitszeit, bei der man die Stunden nach freien Stücken verteilt und auch nachts arbeiten kann, sind weniger etabliert. Auch Jahres- oder Lebensarbeitszeitkonten sind keine Modelle, die gemeinhin mit flexiblem Arbeiten in Verbindung gebracht werden.

Ein klares Zeichen auch: Flexibles Arbeiten heißt für die Young Professionals nicht, am Wochenende oder nach Feierabend erreichbar zu sein oder keine Dienstreisen anzutreten. Auch auf das Büro wollen sie nicht verzichten. Gerade einmal 2,6 Prozent bringen mit Flexwork kein festes Büro in Verbindung.

Welche der folgenden Aspekte bringst du am ehesten mit flexiblem Arbeiten in Verbindung?

Eigenschaft Angabe in Prozent
Vertrauensarbeitszeit mit Kernarbeitszeit 32 %
Funktionsarbeitszeit ohne feste Anwesenheitszeiten 24,8 %
Wahlarbeitszeit im Rahmen festgelegter Stundenzahl 29,7 %
Gleitzeit ohne Stundenerfassung 17,5 %
Teilzeit-Optionen 15,2 %
Keine Schichtarbeit 8,2 %
Jahresarbeitszeitkonten wie z. B. Saisonarbeit 7,2 %
Lebensarbeitszeitkonten für z. B. Elternzeit etc. 12,4 %
Sabbatical-Option 12,8 %
Keine regelmäßigen Überstunden 8,4 %
An Wochenenden/nach Feierabend erreichbar sein 3 %
Wenige/keine Dienstreisen 1,6 %
Homeoffice-Option 68,4 %
Ortsunabhängiges Arbeiten/Remote-Arbeit 45,1 %
Kein festes Büro 2,6 %
Mehr Urlaub für weniger Gehalt 5,2 %

Interessant ist, dass die meisten unserer Befragten in einem anderen Arbeitszeitmodell arbeiten, als sie es mit flexibler Arbeit in Verbindung bringen: Fast die Hälfte ist in einer Gleitzeit mit Stundenerfassung, wobei Vertrauensarbeitszeit mit Kernarbeitszeit als Hauptmerkmal von Flexwork gesehen wird. Jahres- oder Lebensarbeitszeitkonten sind am wenigsten verbreitet in der Arbeitswelt der Young Professionals.

In welchem Arbeitszeitmodell arbeitest du bei deinem derzeitigen Arbeitgeber?

Arbeitszeitmodell Angabe in Prozent
Funktionsarbeitszeit ohne feste Anwesenheitszeiten 5,8 %
Gleitzeit mit Stundenerfassung 44,5 %
Gleitzeit ohne Stundenerfassung 8,4 %
Jahresarbeitszeitkonto wie z. B. Saisonarbeit 0,2 %
Lebensarbeitszeitkonto für z. B. Sabbaticals, Bildungsurlaub, Elternzeit etc. 0,3 %
Schichtarbeit 0,9 %
Teilzeit 2,8 %
Vertrauensarbeitszeit mit Kernarbeitszeit 22,3 %
Wahlarbeitszeit im Rahmen festgelegter Stundenzahl 4,2 %
Zeiterfassung inkl. Anwesenheitszeiten 10,6 %

Dabei sehnen sich 22,5 Prozent der Befragten nach einem Lebensarbeitszeitkonto, obwohl dieses heute noch nicht angeboten wird. Als ähnlich attraktiv werden Gleitzeit mit Stundenerfassung und Funktionsarbeitszeit ohne feste Anwesenheitszeiten angesehen.

Welches Arbeitszeitmodell findest du am attraktivsten?

Arbeitszeitmodell Angaben in Prozent
Funktionsarbeitszeit ohne feste Anwesenheitszeiten 21,5 %
Gleitzeit mit Stundenerfassung 22,5 %
Gleitzeit ohne Stundenerfassung 6,6 %
Jahresarbeitszeitkonto wie z. B. Saisonarbeit 1,6 %
Lebensarbeitszeitkonto für z. B. Sabbaticals, Bildungsurlaub, Elternzeit etc. 22,5 %
Teilzeit 3,7 %
Vertrauensarbeitszeit mit Kernarbeitszeit 8,6 %
Wahlarbeitszeit im Rahmen festgelegter Stundenzahl 11,9 %
Zeiterfassung inkl. Anwesenheitszeiten 1,2 %

(Niemand gab an, Schichtarbeit attraktiv zu finden.)

Spannend ist auch, dass es Abweichungen je nach Zielgruppe gibt. Funktionsarbeitszeiten ohne feste Anwesenheit findet die Gen Y attraktiver als die Gen Z. Diese reizt dafür eher das Lebensarbeitszeitkonto.

Welches Arbeitszeitmodell findest du am attraktivsten?

Arbeitszeitmodell Gen Z Gen Y
Funktionsarbeitszeit ohne feste Anwesenheitszeiten 15,90% 22,20%
Gleitzeit mit Stundenerfassung 22,70% 23,00%
Gleitzeit ohne Stundenerfassung 6,80% 6,60%
Jahresarbeitszeitkonto wie z. B. Saisonarbeit 2,30% 1,60%
Lebensarbeitszeitkonto für z. B. Sabbaticals, Bildungsurlaub, Elternzeit etc. 27,30% 21,40%
Teilzeit 0,00% 3,90%
Vertrauensarbeitszeit mit Kernarbeitszeit 9,10% 8,60%
Wahlarbeitszeit im Rahmen festgelegter Stundenzahl 13,60% 11,50%
Zeiterfassung inkl. Anwesenheitszeiten 2,30% 1,20%

Innerhalb der verschiedenen Fächergruppen sind die Ansprüche auch verschieden. So wünschen sich 31 Prozent der Sozial- und Geisteswissenschaftler_innen Zeiterfassung inkl. Anwesenheitszeiten. Bei den Wirtschaftswissenschaftler_innen sind es dagegen nicht einmal 2 Prozent. In Summe überwiegen aber vor allem Lebensarbeitszeitkonto und Gleitzeit mit Stundenerfassung.

These 2: Homeoffice ist Standard in Deutschland.

Wie viele Young Professionals haben bereits Erfahrung mit dem Arbeiten von Zuhause?

Homeoffice ist bereits bei fast 40 Prozent der Young Professionals eine gern genutzte Option. Fast 30 Prozent haben die Möglichkeit, nutzen es aber nur in Ausnahmefällen. Rund 13 Prozent wünschen sich aktiv Homeoffice, obwohl ihr derzeitiger Arbeitgeber es noch nicht anbietet. Fast 11 Prozent haben die Möglichkeit, nutzen es aber nicht.

Bietet dein derzeitiger Arbeitgeber Homeoffice-Möglichkeiten an?

Aussage Angabe in Prozent
Ja, ich nutze die Möglichkeit zum Homeoffice. 39,80%
Ja, es gibt die Möglichkeit, aber nur in Ausnahmefällen. 28,60%
Es wird zwar angeboten, jedoch nutze ich das Angebot nicht. 10,60%
Es wird kein Homeoffice angeboten, jedoch würde ich mir das wünschen. 13,10%
Mein Arbeitgeber bietet kein Homeoffice an. 7,90%

Dabei wirkt sich Homeoffice wie folgt auf die Arbeit aus:

  • Über 60 Prozent sagen, dass sie im Homeoffice eher mehr arbeiten.
  • Etwas mehr als die Hälfte sieht keine Einschränkung in der Erreichbarkeit.
  • 67 Prozent der Befragten gaben an, im Homeoffice konzentrierter zu sein.
  • Damit einher geht, dass 61,3 Prozent im Homeoffice produktiver sind.
  • Nur 3,1 Prozent denken, dass das Homeoffice negative Auswirkungen auf ihre Arbeit haben könnte.
  • Frauen bewerten ihre Arbeit im Homeoffice besser, sie stufen sich deutlich produktiver und konzentrierter ein als die Männer.

Obwohl die Teilnehmenden also effizienter sind und keine großen Einschränkungen im Homeoffice bemerken, wollen sie überwiegend im Büro arbeiten. 37,5 Prozent wollen ein bis zwei mal im Monat ins Homeoffice. Gerade einmal 8,4 Prozent kann sich vorstellen, mehrmals die Woche von Zuhause zu arbeiten.

Du würdest gern aus dem Homeoffice arbeiten oder tust es bereits. Wie oft nutzt bzw. würdest du diese Möglichkeit nutzen?

Frequenz Angabe in Prozent
1– 2 mal monatlich 37,5 %
Mehrmals monatlich 26,3 %
1 – 2 mal wöchentlich 27,7 %
Mehrmals wöchentlich 8,4 %

Vorurteile Homeoffice: Stimmt es oder stimmt es nicht?

Gängige Vorurteile oder Sorgen zum Homeoffice widerlegen die Young Professionals. Sie lassen sich nicht leicht ablenken, fürchten nicht, den Anschluss ans Team zu verlieren oder dass die Vorgesetzten die Abwesenheit negativ wahrnehmen. Für das Team hat das ihrer Meinung nach außerdem keine Konsequenzen. Ob im Homeoffice mehr gearbeitet wird oder weniger, lässt sich nicht genau sagen. Bei denen, die bereits im Homeoffice arbeiten (68,4 Prozent), teilen sich die Meinungen sehr ähnlich auf. Es scheint, als sei hier kein Unterschied zu machen.

Wie bewertest du die Aussage?

Aussage Stimme zu Stimme nicht zu Neutral
Wenn ich im Homeoffice arbeite, arbeite ich tendenziell mehr. 41 % 51,8 % 7,2 %
Wenn ich im Homeoffice arbeite, lasse ich mich schnell von der Arbeit ablenken. 28,20 % 64,6 % 7,2 %
Durch die Abwesenheit im Homeoffice verliere ich den Anschluss an das Team. 38,70 % 55,10 % 6,20 %
Das Arbeiten im Homeoffice wird von Vorgesetzten meist negativ wahrgenommen. 37,30 % 50,40 % 12,30 %
Im Homeoffice bin ich produktiver. 64,9 % 22,3 % 12,8 %
Auch wenn nur eine Person im Homeoffice arbeitet, muss sich das ganze Team umstellen. 17,7 % 75,1 % 7,2 %

These 3: Remote Work ist nicht verbreitet.

Gibt es abseits vom Homeoffice überhaupt die Möglichkeit, remote zu arbeiten?

Begriffsklärung: Remote Work wird häufig synonym mit dem Begriff Homeoffice verwendet. Alternativen sind noch Telearbeit, virtuelles oder mobiles Arbeiten. Tatsächlich findet auch ein Großteil der Remote Work in den eigenen vier Wänden statt. Dennoch gibt es Unterschiede. Remote Work bedeutet, dass die Arbeit nicht an einem festen Arbeitsplatz im Büro getätigt wird. Damit ist der Begriff deutlich offener. Remote Work funktioniert dabei fast nur für Tätigkeiten, die am Telefon oder Computer stattfinden. Vor allem im Consulting oder Vertrieb, wo die Mitarbeitenden häufig unterwegs sind, ist Remote Work sehr etabliert: Calls können auf der Autofahrt erledigt werden und auch während man im Zug zum nächsten Termin fährt, kann am Laptop via Hot Spot gearbeitet werden. Essenziell ist, dass dafür die technischen Möglichkeiten gegeben sind. Cloud-Lösungen bieten sich an.

In Deutschland ist Remote Work noch nicht so verbreitet wie Homeoffice. Da sind vor allem die skandinavischen sowie Benelux Länder bereits deutlich weiter. Auch England und Frankreich sind bereits öfter remote unterwegs als die Deutschen. 36,7 Prozent gaben an, dass sie die Möglichkeit zu Remote Work bei ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht haben. Gleichzeitig finden 29,5 Prozent es eine attraktive Möglichkeit, um Privat- und Berufsleben besser vereinen zu können.

Es wird schnell deutlich, dass sich hier je Studienrichtung deutliche Unterschiede zeigen: Im Bereich der Sozial-/Geisteswissenschaften haben über 60 Prozent aktuell keine Möglichkeit zur Remote Work. Sogar 13 Prozent lehnen die Option ungeachtet der Möglichkeit per se ab. Ganz der gängigen Annahme entsprechend schaut es da in der IT schon anders aus: 36 Prozent arbeiten hier bereits regelmäßig remote. Nur 5 Prozent finden die Option unattraktiv. 22 Prozent nehmen die Möglichkeit nur dann wahr, wenn es nicht anders geht. 9 Prozent würden es gern öfter tun, 5 Prozent wollen es einmal ausprobieren.

In den Bereichen Wirtschaft und Naturwissenschaften/Gesundheit ist es nahezu ausgewogen: 41 Prozent der Befragten der Wirtschaftswissenschaft und 36,7 Prozent in Naturwissenschaften/Gesundheit gaben an, dass ihre Arbeitgeber diese Möglichkeit aktuell nicht anbieten. Unter 20 Prozent arbeiten in beiden Bereichen bereits regelmäßig remote. 4,4 Prozent im Bereich Wirtschaft und fast viermal so viele im Bereich Naturwissenschaft/Gesundheit gaben an, dass es für sie nicht in Frage komme.

Hast du schon einmal remote gearbeitet?

Aussage Wirtschaft Naturwissenschaft/Gesundheit IT Sozial-/Geisteswissenschaften
Ja, ich arbeite bereits regelmäßig remote. 19,4 % 16,70% 36,00% 17,40%
Ja, ich würde es jedoch gern öfter in Anspruch nehmen. 13,6 % 6,70% 9,00% 4,30%
Ja, ich mache es aber nur, wenn es nicht anders geht. 15,4 % 20,00% 22,00% 4,30%
Nein, aber ich plane, es zukünftig zu tun. 6,2 % 3,30% 5,00% 0,00%
Nein, diese Möglichkeit gibt es bei meinem jetzigen Arbeitgeber nicht. 41 % 36,70% 23,00% 60,90%
Nein, das kommt für mich nicht in Frage. 4,40% 16,70% 5,00% 13,00%

Remote Work für mehr Freizeit.

Wurde Remote Work von den Arbeitgebern angeboten, stand über alle Generationen und Bereiche hinweg die Kostenersparnis beim Arbeitsweg im Vordergrund. Das kann natürlich das etablierte Homeoffice bedeuten, aber auch, dass hier die Anreise bereits als Arbeitszeit gerechnet wird. Unabhängig davon, ob es eine Zugfahrt ist, auf der bereits der Laptop aufgeklappt wird, oder die Person lediglich zur Arbeit fährt, ohne bereits zu arbeiten. Mehr Freizeit und mehr Zeit für die Familie belegten den zweiten und dritten Platz als Anreize für das Nutzen von Remote Work. Auch attraktiv waren Reisen sowie die Option, den Urlaub zu verlängern und so zum Beispiel an einem anderen Ort zu arbeiten. Dieses Argument passt gut dazu, durch das Angebot von Remote Work den Lebensmittelpunkt zu verändern. Sicher ein Bewerbungsgrund für Unternehmen an weniger attraktiven Standorten, da die neuen Mitarbeitenden so ihren Wohnort selbst bestimmen können.

Stell dir vor, dein derzeitiger Arbeitgeber würde die Möglichkeit zur Remote Arbeit anbieten. Weshalb würdest du dieses Angebot wahrnehmen?

 Option Angabe in Prozent
Urlaubsverlängerung 17,90%
Anderer Lebensmittelpunkt 20,70%
Kostenersparnis beim Arbeitsweg 53,10%
Mehr Freizeit 46,20%
Mehr Zeit für die Familie 45,50%
Reisen 22,30%
Arbeiten an attraktiveren Orten 7,40%
Sonstiges 6,20%
Es gibt für mich keinen Grund, remote zu arbeiten. 10,40%

Vorurteile Remote Work: Stimmt es oder stimmt es nicht?

Hinweis: Diese Frage wurde nur denjenigen gestellt, die auch tatsächlich mal remote gearbeitet haben. Das sind 50,4 Prozent der Befragten.

Die technischen Voraussetzungen waren nicht ausreichend, sodass es meine Arbeit erschwert hat.

  • 36,9 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 35,1 % Trifft nicht zu
  • 24,8 % Trifft zu
  • 3,2 % Trifft voll und ganz zu

Teamabsprachen wurden digitalisiert und waren besser nachvollziehbar.

  • 10,6 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 40,6 % Trifft nicht zu
  • 40,6 % Trifft zu
  • 8,1 % Trifft voll und ganz zu

Ich hatte den Eindruck, dass meine Abwesenheit den Arbeitsumfang für das Team vor Ort erhöht hat.

  • 45,2 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 38,9 % Trifft nicht zu
  • 14,5 %Trifft zu
  • 1,4 % Trifft voll und ganz zu

Analoge Meetings sind effizienter als digitale Meetings.

  • 8,5 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 27,2 % Trifft nicht zu
  • 43,1 % Trifft zu
  • 21,2 % Trifft voll und ganz zu

Ich befürchte, dass mein_e Vorgesetzte_r mich nicht als vollwertiges Teammitglied wahrnimmt.

  • 32,7 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 35,2 % Trifft nicht zu
  • 26,8 % Trifft zu
  • 5,3 % Trifft voll und ganz zu

Arbeit und Privatleben verschmelzen mehr und dadurch fiel mir das Abschalten von der Arbeit schwer.

  • 18,4 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 36 % Trifft nicht zu
  • 35,3 % Trifft zu
  • 10,2 % Trifft voll und ganz zu

Ich war durch die Möglichkeit besonders motiviert und dadurch produktiver.

  • 4,6 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 25 % Trifft nicht zu
  • 55,3 % Trifft zu
  • 15,1 % Trifft voll und ganz zu

Mein Privatleben ließ sich besser mit meiner Arbeit verbinden.

  • 3,5 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 8,8 % Trifft nicht zu
  • 44,9 % Trifft zu
  • 42,8 % Trifft voll und ganz zu

Mein_e Vorgesetzte_r fördert Remote-Arbeit und vertraut mir.

  • 8,4 % Trifft überhaupt nicht zu
  • 22,1 % Trifft nicht zu
  • 41,1 % Trifft zu
  • 28,4 % Trifft voll und ganz zu

These 4: Moderne Kommunikationstools sind die Voraussetzung für flexibles Arbeiten.

Welche Tools benötigt man, um flexibel zu arbeiten?

Hinweis: Diese Frage wurde nur denjenigen gestellt, die auch tatsächlich mal remote gearbeitet haben. Das sind 50,4 Prozent der Befragten.

Es zeigt sich ziemlich eindeutig: Hier sind die Anforderungen recht simpel und die technischen Voraussetzungen fast durchgehend bereits gegeben.

Hosting.

Cloud-Lösungen sind noch wenig verbreitet. Über 86 Prozent haben schon einmal mit einem VPN-Zugang gearbeitet. Lösungen wie Dropbox (35,4 Prozent) oder Google Docs (26,7 Prozent) sind wesentlich seltener verbreitet.

Co-Working.

Dropbox-Paper, ein Angebot von Dropbox, bei dem Dokumente ähnlich zu Google Docs auch von mehreren Personen gleichzeitig bearbeitbar sind, kennen sogar nur 2,3 Prozent der Befragten. Obwohl immerhin über ein Drittel Dropbox als Server-Ersatz nutzt.

Kommunikation:

Die meisten benutzen E-Mail, nur 0,7 Prozent gaben E-Mail nicht als genutztes Tool an. Auch (Internet-)Telefonie oder Skype Business kennen die meisten der Befragten. Moderne Business Chats wie Facebook for Business oder Slack kennen eher wenige im Vergleich.

Welche Formen der digitalen Kommunikation hast du bei Remote-Arbeit schon einmal genutzt? Wie bewertest du dieses Tool?

Tool Nutzung Keine Nutzung
Dropbox 35,4 % 64,6 %
Dropbox Paper 2,3 % 97,7 %
E-Mail 99,3 % 0,7 %
Facebook for Business 5,3 % 94,7 %
Facebook Messenger 5,3 % 94,7 %
Google Docs 26,7 % 73,3 %
Google Hangouts 10,6 % 89,4 %
Internet-Telefon 60,8 % 39,2 %
JAM 2,3 % 97,7 %
Skype Business 67,5 % 32,5 %
Slack 24 % 76 %
Teams 23,5 % 76,5 %
Telegram 6,4 % 93,6 %
Ticketsysteme wie z.B. Groove oder GitHub 28,8 % 71,2 %
VPN-Zugang 86,3 % 13,7 %
WhatsApp 37,8 % 62,2 %
Yammer 12,9 % 87,1 %

Die wichtigsten Unterschiede in Gen X und Gen Y. Die Nutzung ist tatsächlich überwiegend identisch. Es gibt einige Tools, die der Gen Z fremd scheinen. Es könnte daran liegen, dass sie noch jünger, damit kürzer im Berufsleben sind und weniger Erfahrung haben.

  • Hangout, Facebook Business, Facebook Messenger, JAM, Telegram nutzt die Gen Z gar nicht.
  • Internet-Telefonie ist mit 10 Prozent in der Gen Z verbreiteter.
  • WhatsApp nutzen zumindest 39,6 Prozent der Gen Y, aber nur gerade einmal 13,3 Prozent der Gen Z im beruflichen Kontext.
  • Dropbox nutzen mit 26,7 Prozent weniger in der Gen Z als mit 36,5 Prozent in der Gen Y.

Tools, die ITler_innen längst benutzten und wie sie sie bewerten. Die ITler_innen gelten in Sachen Remote Work schon lange als Vorreiter_innen. Darum lohnt sich ein Blick auf die dort am meisten verwendeten Tools und wie sie von den Nutzenden bewertet werden. Darum haben die ITler_innen die von ihnen am meisten verwendeten Tools auf ihre Qualität hin bewertet.

Vor allem Ticketsysteme und Kommunikationstools wie zum Beispiel Slack oder auch Teams – sogar WhatsApp – werden von den remote arbeitenden ITler_innen als durchweg positiv bewertet, obwohl diese Tools vergleichsweise selten im Einsatz sind.

Wie bewertest du diese Tools?

Tool Nutzung IT Positive Bewertung
Dropbox 28,6 % 83,3 %
E-Mail 100 % 94 %
Google Docs 28,6 % 88,9 %
Internet-Telefon 68,8 % 88,6 %
Skype Business 71,9 % 78,3 %
Slack 45,2 % 92,9 %
Teams 38,5 % 84 %
Ticketsysteme wie z. B. Groove oder GitHub 65,6 % 97,6 %
VPN-Zugang 94 % 92,1 %
WhatsApp 29 % 66,7 %

These 5: Die klassische 40-Stunden-Woche hat ausgedient.

Wie viel wollen die Young Professionals arbeiten, um Berufs- und Privatleben zu vereinbaren?

Teilzeit-Lösungen werden zunehmend attraktiver für Arbeitnehmende. Im Schnitt wollen die Befragten 34,8 Wochenstunden arbeiten. Hier lohnt sich aber ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Studienrichtungen. Denn die Anforderungen variieren hier stark. Unternehmen und Arbeitnehmende sollten hier also in den Verhandlungen nicht pauschaliseren.

Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass die heterogenste Gruppe Studierende im Bereich Naturwissenschaft/Gesundheit sind: Hier will zwar mit 46,7 Prozent fast die Hälfte der Befragten zwischen 30 bis 34 Stunden arbeiten, dennoch sind hier auch viele bereit, deutlich mehr zu arbeiten: 6,7 Prozent würden 50 bis 54 Wochenstunden arbeiten.

Nur Befragte aus den Bereichen Wirtschaft – und hier auch nur 1,5 Prozent – können sich vorstellen, mehr als 55 Wochenstunden zu leisten. Am attraktivsten werden über alle Studienrichtungen hinweg 30 bis 34 und 35 bis 39 Wochenstunden betrachtet. In der IT sind es mit leichter Tendenz sogar eher 35 bis 44 Wochenstunden. Im Bereich Sozial-/Geisteswissenschaften ist außerdem niemand bereit, über 44 Wochenstunden zu arbeiten.

Stell dir vor, du könntest deine Arbeitszeit flexibel gestalten: Wie viele Stunden pro Woche würdest du arbeiten?

Wochenstunden Wirtschaft Technik/Ingenieurwesen Naturwissenschaften/Gesundheit IT Sozial-/Geisteswissenschaften
29 Wochenstunden oder weniger 7,5 % 11,3 % 13,3% 10 % 23,8 %
30 bis 34 Wochenstunden 31,3 % 27,5 % 46,7 % 21 % 33,3 %
35 bis 39 Wochenstunden 34,3 % 39,4 % 20 % 38 % 33,3 %
40 bis 44 Wochenstunden 18,3 % 16,9 % 6,7 % 24 % 9,5 %
45 bis 49 Wochenstunden 2,6 % 2,8 % 6,7 % 4 % 0 %
50 bis 54 Wochenstunden 4,5 % 2,1 % 6,7 % 3 % 0 %
55 Wochenstunden oder mehr 1,5 % 0 % 0 % 0 % 0 %

These 6: Flexwork verändert die Arbeitswelt.

Welche Auswirkungen haben die neuen Anforderungen an Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende?

Die Befragten sind sich einig: Damit flexibles Arbeiten künftig noch einfacher wird, müssen die Unternehmen tätig werden. Hier sehen die Befragten die Verantwortung bei den Manager_innen, bei denen der Organisationsaufwand für zum Beispiel Meetings oder interne Kommunikation komplexer wird. 87,4 Prozent sind der Meinung, dass Führungskräfte hier stärker gefordert werden. 94,5 Prozent denken, dass Arbeitgeber auf die Bedürfnisse reagieren müssen. Ein zentraler Punkt ist die unzureichende Infrastruktur als Basis für flexibles Arbeiten: 89,4 Prozent denken, dass Unternehmen hier mehr möglich machen müssen. Doch die Verantwortung sehen sie auch im Team: 86,5 Prozent glauben, dass die individuellen Vereinbarkeitslösungen mehr Sozialkompetenz von den Mitarbeitenden erfordern.

Welche Auswirkungen haben individuelle Vereinbarkeitslösungen zukünftig auf Arbeitgeber?

Aussage Trifft überhaupt nicht zu Trifft nicht zu Trifft zu Trifft voll und ganz zu
Individuelle Vereinbarkeitslösungen erfordern immer mehr Sozialkompetenzen von Mitarbeitenden. 1,4 % 12,1 % 62,4 % 24,1 %
Führungskräfte werden im „Managen“ von Vereinbarkeitslösungen stärker gefordert. 1,8 % 10,8 % 54,1 % 33,3 %
Unternehmen müssen individuellen Vereinbarkeitswünschen ihrer Mitarbeitenden zukünftig gerecht werden. 0,7 % 4,8 % 51,8 % 42,7 %
Allein von der Infrastruktur müssen Unternehmen noch viel mehr möglich machen. 1,1 % 9,6 % 52,5 % 36,9 %

Profil der Befragten.

Anzahl Teilnehmende.

Es wurden 581 Young Professionals befragt.

Begriffsklärung

Young Professionals bezeichnen Menschen, die bereits Berufserfahrung haben, aber nicht länger als 10 Jahre im Berufsleben sind.

Berufserfahrung.

Die durchschnittliche Berufserfahrung der Studierenden beläuft sich auf 4,6 Jahre. Praktika, Werkstudierendentätigkeiten etc. wurden nicht als Berufserfahrung gerechnet.

Geschlechterverteilung.

Dabei haben wir mit 64,4 Prozent mehr männliche als weibliche Teilnehmende. Niemand gab als Geschlecht divers an.

Alter.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden ist 31,2 Jahre. Mit 41,7 Prozent sind die meisten der Befragten zwischen 26 und 30 Jahren. Die zweitstärkste Altersgruppe ist zwischen 31 und 35 Jahren.

Wie alt bist du?

Altersgruppe Anzahl in Prozent
25 Jahre und jünger 7,6 %
26-30 Jahre 41,7 %
31-35 Jahre 32,5 %
36-40 Jahre 15,5 %
älter als 40 Jahre 2,80%

Wohnort.

Die meisten Befragten kommen mit 23,4 Prozent aus Bayern. Dicht dahinter sind mit 17 Prozent Personen aus Baden-Württemberg vertreten. Nordrhein-Westfahlen, Berlin und Sachsen waren ebenfalls starke Bundesländer.

In welchem Bundesland wohnst du?

Bundesland Anzahl in Prozent
Baden-Württemberg 17 %
Bayern 23,4 %
Berlin 7,6 %
Brandenburg 2,8 %
Bremen 1,4 %
Hamburg 4 %
Hessen 6,2 %
Mecklenburg-Vorpommern 0,5 %
Niedersachsen 7,7 %
Nordrhein-Westfalen 11,4 %
Rheinland-Pfalz 4,8 %
Saarland 1 %
Sachsen 7,2 %
Sachsen-Anhalt 1 %
Schleswig-Holstein 1,5 %
Thüringen 2,4 %

Beruflicher Status.

93,3 Prozent der Teilnehmenden waren in einer Festanstellung. Rund 2 Prozent arbeiteten selbstständig oder in Zeitarbeit. 1,5 Prozent waren zum Zeitpunkt der Erhebung in Elternzeit. 0,9 Prozent waren arbeitssuchend.

Akademischer Hintergrund.

Die meisten der Befragten haben Wirtschaft studiert. Die Fachrichtungen Technik/Ingenieurwesen sowie IT waren außerdem stark vertreten.

Was hast du studiert?

Studienrichtung Anzahl in Prozent
Wirtschaft 48 %
Technik/Ingenieurwesen 25,1 %
Naturwissenschaften/Gesundheit 5,3 %
IT 17,6 %
Sozial-/Geisteswissenschaften 4 %

Branche des aktuellen Arbeitgebers.

Die meisten der Befragten arbeiten in der Automobilbranche.

Welcher Branche gehört dein derzeitiger (bzw. letzter) Arbeitgeber an?

Branche Anzahl in Prozent
Automobilhersteller/Automobilzulieferer 13,4 %
Banken/Versicherungen 6,5 %
Forschung/Chemie; Pharma/Health Care 8,6 %
Consulting/IT-Consulting/Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung 10,3 %
Maschinen- u. Anlagenbau/Luft- u. Raumfahrt/Defence 8,1 %
Elektrotechnik/Elektronik/Medizintechnik 5,5 %
Energie/Ent- u. Versorgung/Umwelt 3,4 %
Handel/E-Commerce 5 %
Ingenieurdienstleistungen/Hoch- u. Tiefbau/Infrastruktur 2,6 %
IT/IT-Dienstleistungen/Telekommunikation 10,8 %
Konsumgüter/FMCG 1,5 %
Medien/Werbung 1,7 %
Öffentlicher Sektor/NGOs 9 %
Transport/Logistik/Tourismus 5,9 %
Ich kann meinen derzeitigen Arbeitgeber keiner der genannten Branchen zuordnen. 7,6 %

Führungserfahrung.

63,8 Prozent der Befragten haben noch keine Führungserfahrung.

Kinder.

76,9 Prozent haben noch keine Kinder, wobei der größere Anteil aus Vätern bestand.

Durchführung der Studie.

Über die Trendence Institut GmbH.

Die Trendence Institut GmbH ist ein unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen und steht seit 20 Jahren für data-driven Employer Branding. Trendence kennt die Karrierepläne und Wunscharbeitgeber von jungen Bewerber_innen und hilft Arbeitgebern dabei, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen. So unterstützt das Trendence Institut Arbeitgeber mit seinen Daten und Insights bei anstehenden strategischen und operativen Entscheidungen im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting.

Große Aufmerksamkeit erfahren die Barometerstudien und Arbeitgeber-Rankings: Jedes Jahr ermittelt Trendence in den Barometerstudien mit mehr als 90.000 Schüler_innen, Studierenden und Young Professionals die Rankings der 100 attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands. Die daraus resultierenden Siegel helfen Arbeitgebern dabei, mit ihrer Ranking-Position ins Blickfeld der Bewerber_innen zu rücken und geben Berufseinsteigenden Orientierung bei der Jobwahl. Daneben führt das Institut auch Auftragsstudien durch. Abhängig von der Zieldefinition wählt Trendence dann die entsprechende Studienmethode: von quantitativen Online-Befragungen über Fokusgruppen bis hin zu Tiefeninterviews.

Komplettiert wird das Angebot durch die Auszeichnungen für faire Arbeitgeber für Fachkräfte sowie karrierefördernde Trainee- und Ausbildungsprogramme. Die Zertifizierung beruht auf einem Audit, das die Programme hinsichtlich definierter Qualitätskriterien prüft. Diese werden zusammen mit Vertreter_innen aus der Wissenschaft entwickelt – zum Beispiel mit Prof. Dr. Ingo Weller vom Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München oder Prof. Dr. Anja Seng, Professorin für BWL mit Schwerpunkt Personalmanagement, an der Hochschule für Ökonomie & Management (FOM).

Weitere Trend-Reports für dich.

Ihr Unternehmen hat offene Fragen zum Arbeitsmarkt?

Antwort finden