Wie sieht gute Führung aus?

Hallo.

Führungskräfte sind diejenigen Personen in einem Unternehmen, die eine direkte Vorgesetztenfunktion für Mitarbeitende übernehmen. Oftmals leiten Führungskräfte in dem Sinne eine Abteilung oder ein kleines Team innerhalb einer Abteilung. Die Mitarbeitenden stehen in der Regeln im täglichen Kontakt mit den Führungskräften und arbeiten demzufolge eng mit ihnen zusammen.

Der Stil der Führungskraft kann mit darüber entscheiden, wie erfolgreich das Team ist, wie die Atmosphäre ist oder wie hoch die Zufriedenheit. Aber was macht eigentlich gute Führung aus? Gibt es Unterschiede je nach Zielgruppe? Und welche Eigenschaften sind unverzeihlich?

Um möglichst aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen und Unterschiede feststellen zu können, wurden unterschiedliche Zielgruppen befragt. Es gibt zum einen die Zielgruppe der Studierenden. Diese Zielgruppe befindet sich in Abschlussnähe und hat keine bis wenig Berufserfahrung beispielsweise durch Praktika. Aber auch unter den Studierenden gibt es Ungleichheiten, sodass eine erneute Einteilung nach Fächergruppen vorgenommen wurde. Es gibt dadurch in der Befragung die Untergruppen der Wirtschaftswissenschaften, des Ingenieurwesens, der IT und der Naturwissenschaften. Ebenfalls befragt wurden Young Professionals. In diese Gruppe eingeordnet werden alle Personen, die maximal zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen können und einen akademischen Abschluss besitzen. Als letzte wichtige Zielgruppe komplettieren die Fachkräfte aus unterschiedlichen Fachbereichen die Auswahl der Befragten.

Robrindo Ullah
HR-Strategist der Absolventa GmbH & Geschäftsführer der Trendence Institut GmbH

Die 4 Top-Ergebnisse.

Schlechte Führung führt zu Unzufriedenheit. Hier herrscht Einigkeit unter den Befragten: Wenn ein schlechter Führungsstil gelebt wird, führt das schnell zu Unzufriedenheit. Das Interesse an einem guten Führungsstil ändert sich aber scheinbar mit steigender Berufserfahrung. Denn Young Professionals und Fachkräften ist ein guter Führungsstil noch wichtiger als den Studierenden.

Man darf pauschalisieren: Jede Zielgruppe hat ähnliche Anforderungen. Tatsächlich scheinen vermeintlich rudimentäre Qualitäten nicht selbstverständlich zu sein. Die meisten erwarten Organisations- und Motivationsgeschick. Hier sind sich alle einig – über alle Geschlechter und Zielgruppen hinweg. Nur ein Drittel der Befragten findet noch Empathie und Konfliktmanagement wichtig. Eigenschaften, die kaum noch jemanden interessieren, sind Toleranz und Pflichtbewusstsein.

Frauen haben andere Erwartungen an den Führungsstil als Männer. Eigenschaften, die je nach Geschlecht noch verhältnismäßig häufig genannt werden, sind Zielstrebigkeit, Leistungsbereitschaft, Kritikfähigkeit und Offenheit. Allerdings variieren hier die Meinungen je Geschlecht stark. Besonders starke Unterschiede lassen sich bei der Gleichberechtigung feststellen, die Frauen weitaus wichtiger ist als Männern. Das gilt auch für Faktoren, die Feingefühl von der Führungskraft verlangen.

Führungskräfte sollten auf die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden achten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine ausgewogene Work-Life-Balance für Mitarbeitende immer mehr an Bedeutung gewinnt. In der Entwicklung gesehen hat sich der Wunsch nach dieser sogar verdoppelt. Führungskräfte sollten also vermehrt darauf achten, dass das berufliche und private Leben ihrer Mitarbeitenden im Einklang steht. Zumindest auf der beruflichen Seite können Vorgesetzte Einfluss auf die Arbeitsbelastung nehmen und gemeinsam mit Mitarbeitenden Maßnahmen finden, diese individuell anzupassen. Gerade im Zusammenhang mit der New Work Bewegung bieten sich hier viele neue Möglichkeiten, die auch ein neues Verständnis und neue Kompetenzen von Führungskräften verlangen.

These 1: Studierende verlangen gute Führung.

Diese Forderungen stellen Studierende.

Ein schlechter Führungsstil ist für etwa 22 Prozent der Studierenden ein echtes No-Go und wäre demnach auch ein Grund dafür, ein attraktives Arbeitsangebot abzulehnen. Auf der anderen Seiten haben die jungen Berufseinsteiger_innen auch Erwartungen an den Arbeitgeber. Zwar erwarten die meisten der Befragten über alle Fächergruppen hinweg ein faires Gehalt, jedoch bestehen auch Forderung nach Verhaltensweisen. Vor allem Führungskräfte können also dazu betragen, dass die Erwartungen erfüllt werden und Mitarbeitende somit zufriedener und motivierter sind. Im Folgenden werden nur die Erwartungen an den Arbeitgeber betrachtet, die Führungskräfte durch ihr Handeln oder Verhalten beeinflussen können.

Die Befragten der Wirtschaftswissenschaften und des Ingenieurwesens erwarten, dass sie sich persönlich weiter entwickeln können. Das bietet Ansatzpunkte für Vorgesetzte, die Mitarbeitende auf diesem Weg unterstützen sollten. Dazu gehören auch Weiterbildungsmaßnahmen, mit denen über alle Fächergruppen hinweg gerechnet wird.

Naturwissenschaftler_innen ist vor allen anderen Erwartungen die Wertschätzung der Mitarbeitenden wichtig. Insgesamt ist festzustellen, dass für über die Hälfte der Befragten aus den unterschiedlichen Fächergruppen dieser Punkt von Bedeutung ist und von Führungskräften beachtet werden sollte.

Die Aussicht auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance scheint vorrangig Studierende der IT zu beschäftigen. Befragte dieser Fächergruppe fordern diese stärker als Befragte aus den Wirtschaftswissenschaften, der IT oder dem Ingenieurwesen. In den Führungsstil sollte dementsprechend mit einfließen, den Arbeitnehmenden eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen.

Ein Unterschied zwischen Männern und Frauen hinsichtlich der gewünschten Verhaltensweisen lässt sich besonders zur Chancengleichheit erkennen. Dieser Unterschied betrifft alle Editionen und zeigt, dass Frauen häufiger diese Anforderung stellen als Männer. Besonders groß ist die Spanne mit knapp 30 Prozent Differenz zwischen Männern und Frauen im Ingenieurwesen.

Zusammenfassend lässt sich die These zum Teil bestätigen. Im Schnitt erwarten 44 Prozent aller Studierenden einen guten Führungsstil vom Arbeitgeber.

Wirtschaftswissenschaften - Erwartungen an den Arbeitgeber 2019

Erwartungen an den Arbeitgeber Gesamt Männer Frauen
Faires Gehalt 67,4% 63,5% 70,1%
Persönliche Entwicklung 59,0% 59,9% 58,3%
Wertschätzung der Mitarbeitenden 54,8% 44,1% 62,2%
Gute Work-Life-Balance 50,6% 41,3% 57,0%
Weiterbildungs- möglichkeiten 49,9% 47,9% 51,3%
Guter Führungsstil 48,7% 46,4% 50,3%
Diversity/Chancengleichheit 33,5% 18,9% 43,5%

Ingenieurwissenschaften - Erwartungen an den Arbeitgeber 2019.

Erwartungen an den Arbeitgeber Gesamt Männer Frauen
Faires Gehalt 65,3% 63,8% 69,3%
Persönliche Entwicklung 54,8% 55,1% 54,1%
Wertschätzung der Mitarbeitenden 52,8% 50,1% 60,0%
Gute Work-Life-Balance 50,1% 47,1% 58,2%
Weiterbildungs- möglichkeiten 47,3% 46,7% 48,8%
Guter Führungsstil 43,1% 42,0% 45,9%
Diversity/Chancengleichheit 30,7% 22,7% 52,2%

Informationstechnik - Erwartungen an den Arbeitgeber 2019.

Erwartungen an den Arbeitgeber Gesamt Männer Frauen
Faires Gehalt 65,2% 62,9% 71,5%
Gute Work-Life-Balance 56,0% 53,2% 64,0%
Wertschätzung der Mitarbeitenden 54,2% 51,3% 62,5%
Persönliche Entwicklung 53,3% 52,8% 54,6%
Weiterbildungs- möglichkeiten 48,6% 48,5% 48,6%
Guter Führungsstil 45,1% 44,8% 46,0%
Diversity/Chancengleichheit 30,4% 24,0% 49,0%

Naturwissenschaften - Erwartungen an den Arbeitgeber 2019.

Erwartungen an den Arbeitgeber Gesamt Männer Frauen
Faires Gehalt 63,9% 59,0% 67,5%
Wertschätzung der Mitarbeitenden 50,1% 43,2% 55,1%
Gute Work-Life-Balance 50,1% 44,4% 54,3%
Persönliche Entwicklung 45,9% 47,8% 44,7%
Weiterbildungs- möglichkeiten 43,1% 43,0% 43,3%
Guter Führungsstil 39,4% 38,1% 40,3%
Diversity/Chancengleichheit 35,1% 21,1% 45,1%

So sieht der Trend aus.

Mache Dinge ändern sich nie. Bei den Studierenden ist das über alle Fächergruppen hinweg der Wunsch nach persönlicher Entwicklung und Wertschätzung. Was sich jedoch immer weiter gesteigert und mittlerweile gefestigt hat, ist die Erwartung einer ausgeglichenen Work-Life-Balance. Im Jahr 2002 lag die Erwartung nach dieser in der IT bei 28,6 Prozent, im Ingenieurwesen bei 23,7 Prozent und bei den Wirtschaftswissenschaftler_innen sogar nur bei 22,1 Prozent. Insgesamt doppelt so viele Befragte erwarten heute eine Ausgeglichenheit zwischen Beruf und Privatleben. Allerdings ist in den letzten Jahren eine sinkenden Tendenz in diesem Punkt zu beobachten.

Ein starker Anstieg war auch bei der Forderung nach Weiterbildungsmöglichkeiten zu sehen. Dieser hat sich jedoch in den letzten Jahren gelegt, sodass sich die Anzahl der Befragten mit dieser Forderung nun auf einem konstanten Level bewegt. Die gleiche Entwicklung lässt sich in Bezug auf einen guten Führungsstil feststellen.

An Bedeutung verliert immer mehr die Erwartung nach Diversity und Chancengleichheit. Diese Bewegung zeichnet sich über alle Studienfächer gleichermaßen ab.

Wie entwickeln sich die Erwartungen an Arbeitgeber im Zeitverlauf?

Wirtschaftswissenschaften - Entwicklung der Erwartungen an den Arbeitgeber.

Jahr Persönliche Entwicklung Wertschätzung der Mitarbeitenden Gute Work-Life-Balance Weiterbildungs-möglichkeiten Guter Führungsstil Diversity/Chancengleichheit
2012 64,1% 57,2% 53,7% 54,7% 49,9% 39,3 %
2013 62,7% 58,3% 55,9% 54,1% 50,4% 40,1%
2014 61,1% 58,2% 56,3% 51,1% 52,0% 40,2%
2015 60,3% 57,2% 54,0% 50,6% 50,4% 39,8%
2016 61,9% 60,1% 55,5% 53,8% 51,8% 42,7%
2017 64,6% 59,0% 53,8% 54,7% 52,6% 34,6%
2018 63,5% 54,9% 49,4% 54,0% 51,0% 32,1%
2019 59,0% 54,8% 50,6% 49,9% 48,7% 33,5%

Ingenieurwesen - Entwicklung der Erwartung an den Arbeitgeber.

Jahr Persönliche Entwicklung Wertschätzung der Mitarbeitenden Gute Work-Life-Balance Weiterbildungsmöglichkeiten Guter Führungsstil Diversity/Chancengleichheit
2012 57,2% 54,6% 52,4% 50,5% 45,1% 34,6%
2013 56,6% 54,2% 55,3% 50,1% 47,2% 37,7%
2014 53,7% 56,4% 53,2% 45,8% 45,8% 35,4%
2015 55,0% 54,0% 54,6% 50,1% 47,5% 36,1%
2016 55,8% 56,4% 55,5% 49,6% 47,2% 39,2%
2017 59,4% 55,9% 54.0% 51,3% 47,1% 31,4%
2018 57,6% 53,4% 50,6% 50,5% 46,1% 29,9%
2019 54,8% 52,8% 50,1% 47,3% 43,1% 30,7%

Informationstechnik - Entwicklung der Erwartung an den Arbeitgeber.

Erwartungen an den Arbeitgeber IT / Jahr Gute Work-Life-Balance Wertschätzung der Mitarbeitenden Persönliche Entwicklung Weiterbildungsmöglichkeiten Guter Führungsstil Diversity/Chancengleichheit
2012 54,6% 52,0% 53,1% 48,5% 45,0% 32,8%
2013 54,3% 54,3% 50,5% 45,6% 45,0% 34,4%
2014 54,1% 53,1% 49,9% 44,1% 46,1% 34,1%
2015 54,0% 53,9% 51,0% 45,8% 46,6% 36,6%
2016 56,7% 54,3% 51,8% 47,3% 46,4% 40,8%
2017 53,5% 55,1% 55,0% 50,4% 46,1% 33,5%
2018 54,0% 54,2% 53,2% 50,6% 45,6% 29,3%
2019 56,0% 54,2% 53,3% 48,6% 45,1% 30,4%

These 2: Unterschiedlicher Fächer, andere Ansprüche an den Führungsstil.

Diese Eigenschaften wünschen sich Studierende von Führungskräften.

Nicht alle Studierenden fordern das Gleiche von ihren Führungskräften: Sowohl zwischen den unterschiedlichen Studienrichtungen als auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede, obwohl Motivationsfähigkeit und Organisationsfähigkeit in unterschiedlicher Gewichtung stets die ersten beiden Plätze belegen.

Motivationsfähigkeit ist den Wirtschaftswissenschaftler_innen am wichtigsten. Die übrigen Fächergruppen finden Organisationsfähigkeit am wichtigsten. Es folgen Eigenschaften wie Kritikfähigkeit, Konfliktmanagement, Zielstrebigkeit, Offenheit, und Empathie. ITler_innen brechen mit dem gängigen Vorurteil und legen eher Wert auf Soft Skills wie Offenheit und Empathie als auf fachliche Expertise. Es fällt zudem auf, dass Pflichtbewusstsein bei den Absolvent_innen der Wirtschaftswissenschaften als nicht so wichtig geachtet wird. Diese Eigenschaft steht bei den Naturwissenschaftler_innen deutlich höher im Kurs. Die Kritikfähigkeit wird von etwa einem Viertel der Befragten als Anforderung an die Führungskraft gesehen.

Toleranz und Innovationsfähigkeit werden über alle Editionen als am wenigsten wichtig eingestuft. Dabei ist die befragte Zielgruppe im Schnitt 23 Jahren alt, Akademiker_in und damit Teil der Gen Y. Dieser unterstellt man häufig konfliktscheu zu sein und vor lauter Digitalisierung den Fokus zu verlieren. Die Studie zeigt aber: Organisationstalent, Motivationsfähigkeit und Zielstrebigkeit sind genau die Werte, die sie sich von ihrer Leitung wünschen – gepaart mit Empathie und Offenheit. Die These, dass Studierende unterschiedlicher Fächer andere Ansprüche an den Führungsstil haben, kann somit nicht bestätigt werden.

Welche Top 5 Anforderungen haben Studierende an Unternehmen?

Wirtschaftswissenschaften - Top 5 Anforderungen an Führungskräfte.

Eigenschaft Gesamt Männer Frauen
Motivationsfähigkeit 56,7% 55,6% 57,9%
Organisationsfähigkeit 42,7% 42,3% 42,9%
Empathie 26,6% 24,0% 29,5%
Konfliktmanagement 25,5% 22,7% 28,4%
Kritikfähigkeit 23,2% 22,9% 23,4%

Ingenieurwissenschaften - Top 5 Anforderungen an Führungskräfte.

Eigenschaft Gesamt Männer Frauen
Organisationsfähigkeit 50,9% 50,8% 51,5%
Motivationsfähigkeit 50,8% 50,2% 52,9%
Kritikfähigkeit 28,2% 28,6% 26,5%
Konfliktmanagement 26,9% 26,2% 29,7%
Zielstrebigkeit 24,0% 25,3% 18,5%

Informationstechnik - Top 5 Anforderungen an Führungskräfte.

Eigenschaft gesamt Männer Frauen
Organisationsfähigkeit 44,9% 44,5% 46,1%
Motivationsfähigkeit 44,5% 44,3% 45,5%
Kritikfähigkeit 31,8% 32,5% 29,0%
Konfliktmanagement 26,7% 25,8% 29,9%
Offenheit 21,8% 22,2% 20,5%

Naturwissenschaften - Top 5 Anforderungen an Führungskräfte.

Eigenschaft Gesamt Männer Frauen
Organisationsfähigkeit 52,3% 50,6% 54,7%
Motivationsfähigkeit 45,3% 44,1% 47,0%
Kritikfähigkeit 30,0% 30,5% 29,2%
Konfliktmanagement 25,6% 23,1% 28,5%
Zielstrebigkeit 22,1% 24,8% 18,8%

Das Klischee siegt.

Die gängige Vorstellung wird somit bestätigt: Es gibt eine Reihe Eigenschaften, die Frauen wichtiger sind als Männern. Empathie und Konfliktmanagement sind Frauen über alle Editionen hinweg wichtiger als Männern. Dafür achten Männer eher auf Expertise und Zielstrebigkeit. Hinsichtlich der Expertise herrscht bei den Befragten der Informatik und Naturwissenschaften die größte Meinungsverschiedenheit zwischen den Geschlechtern. In den beiden anderen Fächergruppen spaltet sich die Meinung zum Thema Zielstrebigkeit, denn das ist den Männern deutlich wichtiger als den Frauen.

These 3: Branchenspezifische Führung ist für YP nicht relevant.

Diese Forderungen stellen Young Professionals.

Mit steigender Berufserfahrung verändern sich anscheinend auch die Anforderungen an das Arbeitsumfeld. Wohingegen den Absolvent_innen ein guter Führungsstil im Vergleich weniger wichtig ist, gibt ein Drittel der Young Professionals an, dass ein schlechter Führungsstil zu Unzufriedenheit führt. Damit ist ein schlechter Führungsstil das Hauptkriterium in dieser Zielgruppe, das zu Unzufriedenheit führen kann.

Unzufriedenheit entsteht dann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Und zur Erfüllung von Erwartungen tragen unter anderem auch die Vorgesetzten bei. Unterstützen können sie Mitarbeitende beispielsweise bei der persönlichen Entwicklung, was 62,6 Prozent der Befragten als notwendig erachten. Die Wertschätzung der Mitarbeitenden nimmt bei den Young Professionals eine vergleichbare Rolle wie bei den Studierenden ein. Rund 62,5 Prozent stellen diese Erwartung an den Arbeitgeber.

Unterschiede zwischen Studierenden und Young Professionals lassen sich in der Forderung nach einem guten Führungsstil feststellen. 56,4 Prozent der Young Professionals stellen diese Forderung auf, wohingegen es durchschnittlich nur 40 Prozent der Studierenden tun. Dem Thema Diversity und Chancengleichheit schenken Young Professionals dagegen weniger Bedeutung als Studierende. Für drei Viertel der Befragten spielt das keine Rolle bei den Erwartungen an den Arbeitgeber.

Young Professionals - Erwartungen an den Arbeitgeber.

Erwartungen an den Arbeitgeber Zustimmung
Persönliche Entwicklung 62,6%
Wertschätzung der Mitarbeitenden 62,5%
Guter Führungsstil 56,4%
Gute Work-Life-Balance 52,0%
Weiterbildungs- möglichkeiten 47,7%
Diversity und Chancengleichheit 25,7%

Mitarbeitende der unterschiedlichen Branchen haben verschiedene Anforderungen an die Arbeitgeber, wodurch der Bedarf nach branchenspezifischer Führung entsteht. Eine branchenspezifische Führung ist für Young Professionals also sehr wohl relevant.

Die persönliche Entwicklung zählt besonders für die Befragten, die im Bereich Konsumgüter oder Consulting bzw. Wirtschaftsprüfung tätig sind. Dass Mitarbeitenden im Consulting die Chance auf Weiterbildungsmöglichkeiten ebenfalls sehr wichtig ist, ist nur logisch. Eine gegenteilige Einstellung haben Maschinenbauer_innen zu diesem Thema. Diese haben ein deutlich geringeres Interesse an Weiterbildungen und setzten den Fokus eher auf harte Faktoren und nicht auf Verhaltensweisen. Die meiste Zustimmung für eine ausgeglichene Work-Life-Balance kommt von den Befragten aus dem Bereich Gesundheit und dem Bauwesen.

Einigkeit herrscht bei der Beurteilung der Chancengleichheit. Diese wird über alle Branchen als relativ gleich wichtig angesehen. Unwesentliche Spitzen zeichnen sich im Bereich Medien und Forschung, Pharma und Bau ab.

Keine großen Trends zu erkennen.

Die Young Professionals sind über die Jahre gesehen wesentlich gefestigter in ihren Vorstellungen als die Studierenden. So lässt sich erkennen, dass sich die Erwartungen an den Arbeitgeber, welche Führungskräfte durch ihr eigenes Verhalten beeinflussen können, nicht schwerwiegend verändern. Lediglich bei der Forderung nach einem guten Führungsstil sind über den Verlauf leichte Schwankungen zu beobachten. Insgesamt bleibt dieses Kriterium jedoch immer wichtig.

Für eine stärkere Gewichtung wurde die Zielgruppe im Jahr 2016 danach gefragt, welche der Erwartungen am wichtigsten für sie ist. Und tatsächlich ergab sich bei dieser Befragung eine andere Reihenfolge als in den übrigen Jahren. Auf Platz eins rückt nun der Wunsch nach einer guten Work-Life-Balance, wohingegen sie in den anderen Jahren nur auf Platz 4 landet. Es lässt sich also festhalten, dass die Work-Life-Balance im Vergleich zu den anderen Faktoren einen äußerst wichtigen Stellenwert bei den Young Professionals hat.

Platzierung 2016 Platzierung 2017 Platzierung 2018
1. Gute Work-Life-Balance 1. Wertschätzung der Mitarbeitenden 1. Persönliche Entwicklung
2. Persönliche Entwicklung 2. Persönliche Entwicklung 2. Wertschätzung der Mitarbeitenden
3. Wertschätzung der Mitarbeitenden 3. Guter Führungsstil 3. Guter Führungsstil
4. Guter Führungsstil 4. Gute Work-Life-Balance 4. Gute Work-Life-Balance
5. Weiterbildungsmöglichkeiten 5. Weiterbildungsmöglichkeiten 5. Weiterbildungsmöglichkeiten

These 4: YP wollen anders geführt werden als Studierende.

Diese Eigenschaften wünschen sich Young Professionals von Führungskräften.

Bei der Anforderung der Young Professionals an die Führungskraft siegt mit 54 Prozent Zustimmung auch Geschlechter übergreifend die Motivationsfähigkeit. Es folgen Organisationsfähigkeit und Empathie. Die letzten Plätze werden hier, ähnlich wie bei den Studierenden, von den Eigenschaften Toleranz, Pflichtbewusstsein und Innovationsfähigkeit belegt.

Welche Anforderungen haben Young Professionals 2018 an Führungskräfte?

Eigenschaft Gesamt Männer Frauen
Motivationsfähigkeit 54,0% 51,7% 57,4%
Organisationsfähigkeit 38,6% 39,6% 37,1%
Empathie 36,5% 32,4% 42,6%
Authentizität 29,6% 30,1% 28,8%
Konfliktmanagement 26,0% 24,3% 28,6%
Offenheit 22,1% 22,8% 21,1%
Kritikfähigkeit 20,5% 21,3% 19,4%
Expertise 16,9% 17,2% 16,4%
Zielstrebigkeit 14,1% 16,4% 10,5%
Leistungsbereitschaft 13,8% 14,7% 12,4%
Innovationsfähigkeit 10,0% 9,9% 10,2%
Pflichtbewusstsein 8,5% 8,5% 8,4%
Toleranz 5,5% 5,8% 5,1%

Jedoch ist den Young Professionals Kritikfähigkeit weniger wichtig ist als den Studierenden. Während dieses Kriterium über alle Editionen hinweg bei den Studierenden immer unter den Top 5 Anforderungen landete, schafft es das hier nicht. Unterschiedliche Ansichten lassen sich auch bei der Forderung nach Authentizität feststellen. Bei Young Professionals steht dieses Kriterium eindeutig höher im Kurs als bei den Studierenden.

Es stimmt also nicht ganz: Young Professionals wollen nur zum Teil anders geführt werden als die Studierenden. Es bestehen nämlich viele Parallelen.

Frauen achten mehr auf weiche Faktoren.

Empathie wird unter Young Professionals von 42,6 Prozent der befragten Frauen und gerade einmal 32,4 Prozent der befragten Männer gefordert. Ähnlich wie bei den Studierenden ist Frauen auch in dieser Zielgruppe Konfliktmanagement wichtiger als den männlichen Befragten. Dafür ist denen mit 16,4 Prozent Zielstrebigkeit erheblich wichtiger als den 10,5 Prozent der Frauen. Werte, bei denen sich die Befragten besonders einig sind: Authentizität, Offenheit, Kritikfähigkeit, Expertise sowie Innovationsfähigkeit.

These 5: Fachkräfte wollen kompetente Führungskräfte.

Diese Forderungen stellen Fachkräfte.

Wie wichtig Fachkräften gute Führung ist, wird durch die Befragung deutlich. 95,8 Prozent der Befragten finden, dass die Wertschätzung der eigenen Arbeit durch Vorgesetzte maßgeblich zu einem angenehmen Arbeitsklima beiträgt. Damit zählt das Verhalten der Führungskräfte zu dem Faktor, der die Arbeitsatmosphäre am meisten beeinflussen kann. Denn bei fehlender Wertschätzung leidet das Klima.

Zuverlässigkeit gilt unter Fachkräften als die wichtigste Eigenschaft, die Führungskräfte erfüllen sollten. So finden es 97,6 Prozent der Befragten wichtig, dass sich Vorgesetzte an Abmachungen halten. Außerdem von Bedeutung ist für die Zielgruppe, dass sich Führungskräfte Zeit nehmen, wenn Mitarbeitende ein Anliegen haben und relevante Informationen rechtzeitig mitteilen. Eine weitere geforderte Eigenschaft ist mit über 90 Prozent Zustimmung Offenheit für Kritik, Verbesserungsvorschläge und neue Ideen der Mitarbeitenden.

Als am wenigsten wichtige Eigenschaft wählten die Fachkräfte Mitgefühl. Zwar gaben insgesamt 73,5 Prozent der Befragten an, dass ihnen diese Eigenschaft wichtig ist. Jedoch halten nur 21,8 Prozent der Befragten dies für sehr wichtig.

Die Annahme, dass Führungskräfte hauptsächlich fachlich kompetente Führungskräfte wollen, lässt sich nicht bestätigen. Vielmehr wollen Fachkräfte hauptsächlich Führungskräfte, die sich an Abmachungen halten.

Welche Anforderungen haben Fachkräften an Führungskräfte?

Vorgesetztenverhalten Gesamt Männer Frauen
Vorgesetzte halten sich an Abmachungen. 97,6% 97,6% 97,7%
Vorgesetzte nehmen sich Zeit, wenn Mitarbeitende ein Anliegen haben. 94,9% 94,7% 95,5%
Vorgesetzte teilen mir Informationen frühzeitig mit. 94,7% 94,1% 95,9%
Vorgesetzte sind offen für Kritik und/oder Verbesserungsvorschläge. 93,6% 93,3% 94,1%
Vorgesetzte sind offen für neue Ideen der Mitarbeitenden. 93,4% 93,8% 92,7%
Vorgesetzte kommunizieren, warum bestimmte Maßnahmen durchgeführt werden. 91,9% 91,4% 92,8%
Vorgesetzte behandeln keine Mitarbeiter auf Grund von Geschlecht, Alter oder Ethnizität. 91,5% 89,4% 96,2%
Vorgesetzte haben einen klaren Überblick, wer welche Aufgaben bearbeitet. 91,4% 91,3% 91,7%
Vorgesetzte zeigen Anerkennung, wenn ich etwas gut gemacht habe. 89,7% 88,8% 91,7%
Vorgesetzte kennen sich fachlich gut aus. 85,8% 83,4% 91,1%
Vorgesetzte zeigen Mitgefühl für persönliche Probleme der Mitarbeitenden. 73,5% 73,1% 74,3%

Gleichberechtigung weiterhin ein Thema.

Die größte Meinungsverschiedenheit zwischen den Geschlechtern lässt sich erneut zum Thema der Gleichberechtigung feststellen. 73,6 Prozent der Frauen ist es sehr wichtig, dass keine Mitarbeitenden aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden. Männer dagegen bewerten diese Aussage nur zu 54,8 Prozent als sehr wichtig. Es fällt zudem auf, dass Frauen fachliches Know-how mehr schätzen als Männer. So geben 52,7 Prozent der Frauen an, diese Anforderung als sehr wichtig zu sehen, während nur 41,7 Prozent der Männer der gleichen Meinung sind.

Profil der Befragten.

Studierende.

Anzahl Teilnehmende.

Wir haben für das Jahr 2019 etwa 55.000 Studierende, die sich in Abschlussnähe befinden, befragt.

Geschlechterverteilung.

Je nach Studienfach unterscheidet sich auch die Verteilung der Geschlechter. In den Wirtschaftswissenschaften waren 58,9 Prozent der Befragten weiblichen und 41,1 Prozent der befragten männlichen Geschlechts. Mehr Frauen als Männer wurden auch in den Naturwissenschaften befragt. Dort machen die Frauen einen Anteil von 57,7 Prozent aus, die Männer nur 42,3 Prozent. Die Fächer der Ingenieurwissenschaften und Informatik zeigen sich dagegen als „Männerfächer”. Der Anteil an Männern unter den Befragten im Ingenieurwesen macht 73,3 Prozent aus. Frauen sind hier zu 26,7 Prozent vertreten. In der Informatik ist der Anteil der Männer noch größer. Sie sind in diesem Fall mit 74,0 Prozent vertreten und die Frauen zu 26,0 Prozent.

Alter.

Das Durchschnittsalter aller Teilnehmenden liegt bei etwa 24 Jahren. Die befragten Frauen sind etwas jünger als die Männer. Zwischen den Studienfächern herrschen nur minimale Unterschiede im Bezug auf das Alter.

Wohnort.

Die meisten Befragten wohnen mit über 25 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Dicht dahinter ist mit über 16 Prozent Bayern vertreten. Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen waren ebenfalls starke Bundesländer.

In welchem Bundesland wohnst du?

Bundesland Wirtschaftswissenschaften Ingenieurwissenschaften Informatik Naturwissenschaften
Baden-Württemberg 11,8% 13,5% 12,6% 13,5%
Bayern 18,3% 15,9% 16,5% 13,8%
Berlin 5,4% 7,3% 6,2% 8,0%
Brandenburg 0,9% 0,7% 1,7% 1,1%
Bremen 1,7% 0,9% 0,8% 0,4%
Hamburg 2,3% 3,5% 3,4% 3,0%
Hessen 9,7% 8,9% 11,3% 9,0%
Meckl.-Vorpommern 1,6% 0,7% 1,0% 1,5%
Niedersachsen 7,3% 9,3% 6,6% 8,1%
Nordrhein-Westfalen 26,0% 25,2% 27,0% 27,8%
Rheinland-Pfalz 6,9% 3,1% 3,6% 3,3%
Saarland 0,8% 0,6% 1,9% 0,3%
Sachsen 3,0% 6,1% 3,7% 3,3%
Sachsen-Anhalt 1,2% 1,3% 0,6% 2,0%
Schleswig-Holstein 2,2% 1,2% 2,0% 3,2%
Thüringen 0,8% 1,8% 0,9% 1,6%

Studienort.

Der Studienort gleicht in diesem Fall dem Wohnort.

Note.

In den Naturwissenschaften, der Informatik und dem Ingenieurwesen liegt der Notendurchschnitt bei 2,3. Wirtschaftswissenschaftler_innen können mit 2,2 einen geringfügig besseren Notendurchschnitt vorweisen.

Young Professionals.

Anzahl Teilnehmende.

Es wurden 18.113 Young Professionals befragt.

Begriffsklärung: Der Begriff Young Professionals bezeichnet Menschen, die bereits Berufserfahrung haben, aber nicht länger als 10 Jahre im Berufsleben sind.

Geschlechterverteilung.

Es haben mehr Männer als Frauen an der Studie teilgenommen. Die machen einen Anteil von 66,2 Prozent aus. Frauen sind zu 33,8 Prozent vertreten.

Alter.

Die Befragten sind im Schnitt 30,1 Jahre alt.

Wie alt bist du?

Altersgruppe Anzahl in Prozent
26 Jahre und jünger 24,0%
27-29 Jahre 24,7%
30-32 Jahre 22,2%
33-35 Jahre 15,1%
älter als 36 Jahre 14,1%

Wohnort.

Zu 20,6 Prozent und damit am häufigsten wohnen die Befragten in Bayern. Nordrhein-Westfalen ist ebenfalls mit einem Anteil von 18,2 Prozent der Befragten stark vertreten. Es folgen Baden-Württemberg, Hessen und Berlin.

In welchem Bundesland wohnst du?

Bundesland Anzahl
Baden-Württemberg 16,6%
Bayern 20,6%
Berlin 7,6%
Brandenburg 1,2%
Bremen 1,2%
Hamburg 4,9%
Hessen 9,8%
Meckl.-Vorpommern 0,6%
Niedersachsen 6,5%
Nordrhein-Westfalen 18,2%
Rheinland-Pfalz 2,9%
Saarland 0,8%
Sachsen 4,6%
Sachsen-Anhalt 1,3%
Schleswig-Holstein 1,6%
Thüringen 1,8%

Beruflicher Status.

76,1 Prozent der Befragten sind unbefristet angestellt. Mit einer Befristung arbeiten 8,2 Prozent der Befragten. Außerdem befinden sich gerade 6,8 Prozent in einer Weiterbildung. Das kann ein Aufbaustudium oder eine Promotion sein. 2,6 Prozent der Befragten arbeiten selbstständig oder freiberuflich. Die restlichen 5,2 Prozent sind in einer Zeitarbeitsfirma angestellt, arbeitssuchend oder in Elternzeit.

Akademischer Hintergrund.

Die Wirtschaftswissenschaften sind am meisten in der Studie vertreten. 31,6 Prozent der Befragten gaben an, einen Abschluss in diesem Bereich zu haben. Außerdem stark vertreten ist das Ingenieurwesen.

Was hast du studiert?

Studienrichtung Anzahl in Prozent
Humanmedizin 1,2%
Informatik 8,0%
Ingenieurwesen 26,3%
Mathematik 1,7%
Medien- und Kommunikationswiss. 1,4%
Naturwissenschaften 6,2%
Psychologie 1,3%
Rechtswissenschaft 1,5%
Sozial-, Politik- und Verwaltungswiss. 1,7%
Sprach- und Kulturwiss. 1,4%
Wirtschaftswiss. 31,6%
Wirtschaftsinformatik 4,8%
Wirtschaftsing.-Wesen 8,0%
Sonstige Fachrichtungen 4,8%

Branche des aktuellen Arbeitgebers.

Die meisten der Befragten sind Automobilwesen, dem Consulting oder dem Maschinenbau tätig.

Welcher Branche gehört dein derzeitiger (bzw. letzter) Arbeitgeber an?

Branche Anzahl in Prozent
Automobilindustrie 16,3%
Banken und Versicherungen 8,1%
Forschung, Pharma und Health Care 9,9%
Consulting und Wirtschaftsprüfung 14,2%
Maschinenbau 12,0%
Elektrotechnik und Elektronik 7,7%
Versorgung und Umwelt 4,2%
Handel und E-Commerce 5,1%
Ingenieurdienstl. und Bau 6,2%
Telekommunikation und IT 10,2%
Konsumgüter 2,8%
Medien und Werbung 2,0%
Öffentlicher Sektor 6,4%
Logistik und Tourismus 3,4%
Sonstige 8,6%

Fachkräfte.

Anzahl Teilnehmende.

Es wurden 9.320 Fachkräfte befragt.

Geschlechterverteilung.

An der Studie nahmen mehr Männer teil als Frauen. Der Anteil an Männern lag bei 75,0 Prozent, der der Frauen bei 25,0 Prozent.

Alter.

Im Durchschnitt sind die Teilnehmenden 32,9 Jahre alt. Die meisten der Befragten sind zwischen 20 und 39 Jahren alt.

Wie alt bist du?

Alter Gesamt
19 Jahre oder jünger 2,7%
20 bis 24 Jahre 13,8%
25 bis 29 Jahre 24,5%
30 bis 34 Jahre 23,5%
35 bis 39 Jahre 14,2%
40 bis 44 Jahre 8,8%
45 bis 49 Jahre 6,3%
50 Jahre oder älter 6,4%

Berufserfahrung.

Die durchschnittliche Berufserfahrung der Fachkräfte beläuft sich auf 9,8 Jahre.

Berufserfahrung Gesamt
1 Jahr oder weniger 10,9%
2 bis 3 Jahre 14,3%
4 bis 5 Jahre 15,0%
6 bis 7 Jahre 10,4%
8 bis 9 Jahre 8,1%
10 bis 14 Jahre 18,3%
15 bis 19 Jahre 9,5%
20 Jahre oder mehr 13,6%

Beruflicher Status.

86,4 Prozent der Befragten sind unbefristet angestellt. Mit einer Befristung arbeiten 7,8 Prozent der Befragten. Außerdem sind 3,2 Prozent der Befragten selbstständig oder freiberuflich tätig. Die restlichen 2,6 Prozent sind in einer Zeitarbeitsfirma angestellt, arbeitssuchend, in Elternzeit oder machen derzeit eine Weiterbildung.

Branchen.

Die Befragten sind in diesen Bereichen tätig:

  • Handel
  • IT und Telekommunikation
  • Gesundheitswesen und Pflege
  • Dienstleistungen
  • Automobilindustrie
  • Handwerk
  • Industrie
  • Metallverarbeitende Industrie
  • Transport und Logistik
  • Bausektor
  • Maschinen und Anlagenbau
  • Banken und Finanzwesen
  • Chemie, Pharma, Pharmazeutik
  • öffentlicher Dienst
  • Versicherungen
  • Elektro und Elektronik
  • Hotel und Gastronomie
  • Bildung und Erziehung
  • Sicherheit
  • Lebensmittel und Getränke
  • Energie
  • Medien und Werbung
  • Medizintechnik

Wohnort.

Die meisten der Befragten wohnen mit 21,7 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen folgen.

Wo wohnst du?

Bundesland Gesamt
Baden-Württemberg 14,0%
Bayern 18,9%
Berlin 2,5%
Brandenburg 1,5%
Bremen 0,9%
Hamburg 2,1%
Hessen 8,2%
Meckl.-Vorpommern 1,1%
Niedersachsen 10,4%
Nordrhein-Westfalen 21,7%
Rheinland-Pfalz 6,1%
Saarland 1,3%
Sachsen 3,6%
Sachsen-Anhalt 1,9%
Schleswig-Holstein 3,6%
Thüringen 2,0%

Hintergrund.

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Die Trendence Institut GmbH ist ein unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen und steht seit 20 Jahren für data-driven Employer Branding. Trendence kennt die Karrierepläne und Wunscharbeitgeber von jungen Bewerber_innen und hilft Arbeitgebern dabei, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen. So unterstützt das Trendence Institut Arbeitgeber mit seinen Daten und Insights bei anstehenden strategischen und operativen Entscheidungen im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting.

Große Aufmerksamkeit erfahren die Barometerstudien und Arbeitgeber-Rankings: Jedes Jahr ermittelt Trendence in den Barometerstudien mit mehr als 90.000 Schüler_innen, Studierenden und Young Professionals die Rankings der 100 attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands. Die daraus resultierenden Siegel helfen Arbeitgebern dabei, mit ihrer Ranking-Position ins Blickfeld der Bewerber_innen zu rücken und geben Berufseinsteigenden Orientierung bei der Jobwahl. Daneben führt das Institut auch Auftragsstudien durch. Abhängig von der Zieldefinition wählt Trendence dann die entsprechende Studienmethode: von quantitativen Online-Befragungen über Fokusgruppen bis hin zu Tiefeninterviews.

Komplettiert wird das Angebot durch die Auszeichnungen für faire Arbeitgeber für Fachkräfte sowie karrierefördernde Trainee- und Ausbildungsprogramme. Die Zertifizierung beruht auf einem Audit, das die Programme hinsichtlich definierter Qualitätskriterien prüft. Diese werden zusammen mit Vertreter_innen aus der Wissenschaft entwickelt – zum Beispiel mit Prof. Dr. Ingo Weller vom Institut für Personalwirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München oder Prof. Dr. Anja Seng, Professorin für BWL mit Schwerpunkt Personalmanagement, an der Hochschule für Ökonomie & Management (FOM).

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